D er Brand des Vereinsheims beim TC Ebern im Sommer war mit großer Wahrscheinlichkeit auf fahrlässige Brandstiftung zurückzuführen, brennende Zigaretten die achtlos ins Gebüsch am Tennisheim geworfen wurden. Bei der Trockenheit ein gefährlicher Leichtsinn. Aber natürlich hat man den Täter nie gefunden. Der Vorfall hätte locker das Aus des Vereins bedeuten können.

Eigenständigkeit dahin

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Doch seit einigen Tagen steht fest: Der Club mit seinen aktuell noch 35 zahlenden Mitgliedern wird fortbestehen. Wenn auch nicht mehr als eigenständiger Verein, sondern voraussichtlich als neue Abteilung des Turnvereins. Davon hat Herbert Stang, der die komplexen Versicherungsformalitäten um den Brandschaden regelt und nebenher als Beisitzer im Turnverein wirkt, den FT auf Anfrage unterrichtet. Fest steht seit der Jahresversammlung und Gesprächen mit der Stadt vor einigen Tagen, dass Jörg Röder weiterhin als Vorsitzender fungieren wird, dass die Tennisplätze an der Coburger Straße erhalten bleiben können und dass das Tennisheim in gehabter Form wieder aufgebaut wird. Das ermöglichen zwei Versicherungen, die einmal den Geräteschaden in Höhe von 7000 bis 8000 Euro, dann aber auch den Gebäudeschaden übernehmen werden.

Hier ist von einer Summe von etwas über 100 000 Euro die Rede, wobei asbestbelastete Teile des alten Gebäudes als Sondermüll entsorgt werden müssen. Wichtig ist, "die schönen Tennisplätze bleiben erhalten", sagt Stang und freut sich, dass der TC wieder eine Zukunftsperspektive hat. Sechs der Mitglieder stehen aktuell noch regelmäßig auf dem Platz, etwa ein Dutzend jage gelegentlich der Filzkugel nach. Aber auch für Feriengäste könnte das Tennisspiel ein attraktives Angebot sein, meint Stang, der sich wundert, dass es bislang angeblich keine Nachfrage gibt. eki