Am Schluss der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates informierte Bürgermeister Hans Tischhöfer (FW) sein Gremium über seine Entscheidung, bei der Kommunalwahl im März nächsten Jahres nicht mehr für das Bürgermeisteramt zu kandidieren.

Es war keine leichte Entscheidung für den lang gedienten Kommunalpolitiker, aber er traf sie aus gesundheitlichen und familiären Gründen: "Nachdem die Vorbereitungen für die Kommunalwahlen 2020 bereits im Gange sind, sah ich den Zeitpunkt für eine persönliche Erklärung. Es war mir wichtig, dass ich meine Position zum Bürgermeisteramt bekanntgebe. Ich ließ meinen Kolleginnen und Kollegen im Marktgemeinderat wissen, dass ich aus gesundheitlichen und familiären Gründen nicht mehr für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung stehe. Ich werde also für das Bürgermeisteramt nicht mehr antreten, aber ich hoffe und wünsche, dass es Kandidaten für dieses Amt gibt, die dieses Amt auch weiterführen, und ich bin auch überzeugt, dass es dann in der Amtsperiode 2020 bis 2026 auch weitergehen wird. Und wenn es die Bürgerinnen und Bürger möchten, werde ich aber noch einmal für den Marktgemeinderat kandidieren und wenn es gewollt wird, auch mit beraten."

Hans Tischhöfer vollendet im kommenden Jahr sein 60. Lebensjahr und als Leiter des gemeindlichen Bauhofes hat er noch fünf Jahre zu arbeiten: "Das Amt des Bürgermeisters geht parallel dazu einfach nicht mehr und das ist auch meiner Gesundheit geschuldet. Ich möchte in der Zukunft einfach auch mehr Zeit haben für meine Frau, wir wollen noch gemeinsam was miteinander machen, solange es noch geht. Wenn man dann noch einmal sechs Jahre Bürgermeister machen soll oder machen darf, dann ist das einfach zu viel, denn vieles muss man dann wegstecken oder loslassen. Es war ein tolles Amt und auch die Zeit war schön. Ich bin jedem dankbar, der mich in diesem Amt und bei der Arbeit des Bürgermeisters unterstützt hat, auch meinen Vorgängern Bruno Preißinger und Josef Kofer. Ich sage immer, nur derjenige, der den Rucksack schon getragen hat, der weiß auch, wie schwer er sein kann."

Der Bürgermeister räumte ein, dass er das Bürgermeisteramt so ausgeführt hat, wie es ihm möglich war: "Ob es immer richtig war, weiß ich nicht! Das war auch meine Art und ich konnte vielleicht Manches nicht so umsetzen wie ein Anderer. Ich denke, es ist für mich die richtige Entscheidung. Es war ein langer Prozess, in dem auch meine Familie mit eingebunden war."

26 Jahre in der Kommunalpolitik

Tischhöfer zog 1996 erstmals für die Freien Wähler in den Marktgemeinderat ein, wurde 2002 wiedergewählt und zum stellvertretenden Bürgermeister berufen und in den folgenden Wahlperioden zum Bürgermeister gewählt. Damit ist Tischhöfer im kommenden Jahr seit 26 Jahren in der Kommunalpolitik.