"Weltklasse Handwerk in Oberfranken" nannte Handwerkspräsident Thomas Zimmer als Jahresmotto der Handwerkskammer für Oberfranken (HWK).
Erstens sei die duale Ausbildung der Exportschlager Deutschlands und deutsche Meister seien weltweit begehrte Arbeitskräfte. "Zweitens sind in Oberfranken viele Handwerksunternehmen international tätig, darunter auch Weltmarktführer", schreibt Zimmer in einer Pressemitteilung der Handwerkskammer.
Und auch der Nachwuchs zeige Weltklasse: Im Sommer vergangenen Jahres wurde beispielsweise Pascal Gottfried, ein Betonbauer aus Rattelsdorf im Landkreis Bamberg, Vizeweltmeister bei den Worldskills (Berufsweltmeisterschaften) in Brasilien. Außerdem hat sich Oberfranken nach Angaben der Kammer in den vergangenen Jahren als "ein erstklassiger Wirtschaftsstandort mit einer steilen Entwicklung nach oben" etabliert: Geschäftslage, Stimmung und Auslastung in den Betrieben seien hoch. Umso wichtiger bleibe es, für geeigneten Fachkräftenachwuchs zu sorgen. Die HWK für Oberfranken hat in den vergangenen Jahren dazu sehr erfolgreich deutschlandweit einzigartige Maßnahmen entwickelt, die auch 2016 konsequent weiterverfolgt werden.


Werbung an Schulen

Dazu gehören die Berufsmessen des Handwerks, das Konzept "Handwerkspaten" flächendeckend an allen Mittel- und Realschulen und das Projekt "Nachwuchswerbung" an Gymnasien. Die berufliche Bildung bleibt also auch 2016 ein Hauptthema.
Allerdings sieht Handwerkskammer-Präsident Zimmer auch die Politik gefordert: "Es muss noch deutlicher gemacht werden, dass berufliche und akademische Bildung in Deutschland gleichwertig sind und auch so wahrgenommen werden. Und diese Gleichwertigkeit der Bildung muss sich auch in der finanziellen Förderung widerspiegeln."


Appell an Bund und Länder

Es könne nicht sein, dass über den Hochschulpakt Milliarden an die Universitäten fließen und sich die berufliche Bildung hinten anstellen muss, um zu sehen, was noch übrig bleibt. "Nachholbedarf für unsere Einrichtungen im Handwerk ist unübersehbar. Deshalb unser Appell an Bund und Länder, eine vergleichbare Förderung anzuschieben", sagte Zimmer.
Ein starkes Engagement zeigt die Handwerkskammer auch bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. red