Zum Jahresabschluss im Gemeinderat Hallerndorf zog Bürgermeister Torsten Gunselmann (FWG) eine kurze Bilanz. Richard Schmidt, Carolin Kilgenstein und Jonas Ackermann umrahmten mit ihren stimmungsvoll vorgetragenen Musikstücken und Liedern die Sitzung und die Festrede musikalisch.

Vorher jedoch beschäftigten sich die Gemeinderäte noch mit zwei Bauanträgen und erteilten dem geänderten Bauantrag zum Abbruch und Errichtung von Silos der Liapor GmbH ihre Zustimmung. Diese war nötig, weil das Landratsamt Forchheim im Rahmen des Genehmigungsverfahrens eine noch nicht genehmigte, aber bereits errichtete Überdachung mit den Maßen neun mal zwölf Meter auf dem Gelände feststellte und auf deren Nachtrag in die bereits eingereichten Pläne bestand.

Der zweite Bauantrag betraf den Neubau einer Garage mit Nebenräumen. Da der Bauherr in diesem Fall bereits ohne behördliche Genehmigung mit dem Bau begonnen hatte, diskutierten die Gemeinderäte und lehnten diesen Bauantrag schließlich mit 13 Stimmen ab - gegenüber drei Befürwortern. "Wenn einfach Tatsachen geschaffen werden, dann winken wir das nicht einfach durch", empörte sich Werner Fischer (WG Hallerndorf). Bürgermeister Gunselmann stimmte zu: Ein Bauantrag müsse vor Beginn der Baumaßnahme genehmigt werden. Auch Claudia Kraus (WG Trailsdorf) war dafür, ein Zeichen zu setzen. Matthias Erlwein (JAB) wies darauf hin, dass sowohl die Unterschriften der Nachbarn als auch die notwendigen Abstandsflächen fehlten.

Zwei Zahlen nannte Torsten Gunselmann für Hallerndorf: Während die Pro-Kopf-Verschuldung in Hallerndorf 210 Euro beträgt, verfügt die Gemeinde über 600 Euro Guthaben pro Kopf. "Unsere Gemeinde steht finanziell sehr gut da. Das sind für die großen und kleinen geplanten Projekte gute Voraussetzungen", stellte der Bürgermeister fest.