Die Reisegruppe "Mit der Union durch Europa" war kurz nach der Wende schon einmal in den Fachwerkstädten Goslar, Wernigerode und Quedlinburg und wollte nach rund 20 Jahren sehen, wie sich Städte und Landschaft entwickelt haben.

Stabkirche und Gildehäuser

Erste Station auf der Hinfahrt war die Stabkirche in Hahnenklee, die 1908 nach dem Vorbild mittelalterlicher Kirchen in Nordeuropa gebaut worden war.

Mit Liedern und einem Kanon testete man an diesem Sonntag auch die Akustik in dieser Kirche. Anschließend ging es in die Kaiserstadt Goslar, wo man den Marktplatz, die malerischen Gildehäuser und das historische Rathaus besichtigte.

Historisches Wernigerode

Anschließend ging es weiter nach Wernigerode, das die nächsten Tage Ausgangspunkt für viele Unternehmungen war. Bei einer Stadtführung waren alle begeistert von dem historischen Stadtkern sowie den aufwendig restaurierten und farbenfrohen Fachwerkhäusern.

Mit der Bimmelbahn ging es dann hinauf auf das Schloss, von wo man einen herrlichen Blick auf die Stadt und den "Brocken" hatte.

Dieser Berg war dann am Nachmittag das Ziel und gemütlich und gleichzeitig nostalgisch erreichte man den Gipfel des mit 1141 Meter höchsten norddeutschen Berges mit der "Harzer Schmalspurbahn", gezogen von einer Dampflok.

Dort oben konnte man sich dann einen Eindruck machen von der bekanntesten Abhörstation des Ostblocks, die im Volksmund "Stasi-Moschee" genannt wurde und heute ein Museum zur politischen Geschichte zum Nationalparks und seit den 1990er Jahren ein Touristenmagnet geworden ist.

Am nächsten Tag besuchte die Gruppe unter anderem die Rosstrappe, den Hexenplatz und die "Titan-RT".

Die Hängebrücke im Rappbodental ist mit 458 Metern die längste der Welt und spannt sich in einer Höhe von 106 Metern über die Bode.

Etwas Mut gehörte schon dazu, über diese Seilhängebrücke zu laufen, und weit über die Hälfte der Franken fasste sich ein Herz und wurde mit einem unglaublichen Blick über das Tal belohnt.

Megazipline

Dabei konnten sie Besucher beobachten, die am Drahtseil der "Megazipline", der größten Doppelseilrutsche Europas, einen Kilometer bei einer Höhenüberwindung von 120 Metern und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 85 km/h das Talbecken überflogen. Die Überlandfahrt zeigte, wie die Orte in den Tourismus investieren. Der letzte Höhepunkt der Fahrt war der Besuch von Quedlinburg, der Stadt mit dem größten Fachwerkensemble Deutschlands.

1200 Fachwerkhäuser

Die Stadt hat mehr als 1200 liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, das älteste stammt aus dem 14. Jahrhundert. Auf dem idyllischen Marktplatz ließen die fachwerkgewöhnten Franken bei Kaffee oder anderen Getränken diese Eindrücke erst einmal richtig setzen.

Die Rückreise durch Thüringen nutzte man dann noch zu einem besonderen Abstecher nach Bad Langensalza mit seinen blühenden Gärten.