Von wegen besinnliche Vorweihnachtszeit - für die Brose Baskets stehen in den nächsten sechs Tagen noch drei Auswärtsspiele mit weiten Reisen auf dem Programm. Am heutigen Mittwoch (20.30 Uhr/sport1.de live) müssen die Bamberger zum letzten Vorrundenspiel im Eurocup im spanischen Saragossa antreten, bevor sie am Samstag in Quakenbrück und am Montag in Göttingen in der Bundesliga zwei Mal gefordert sind. Nach dem Fest folgen am 26. Dezember das Schlagerspiel gegen Spitzenreiter Alba Berlin, das Nachbarduell in Bayreuth (30. Dezember) und am 4. Januar das bayerische Derby gegen die Münchner Bayern.
Für Bambergs Trainer Andrea Trinchieri ist die Partie heute im Nordwesten Spaniens nach zuletzt bestenfalls mittelmäßigen Vorstellungen eine willkommene Gelegenheit, ohne Druck weiter an der Homogenität seiner Mannschaft zu feilen. Seit der 63:70-Niederlage gegen Straßburg letzte Woche steht bereits fest, dass die Brose Baskets als Tabellenzweiter hinter den Franzosen in die am 7. Januar beginnende Top-32-Runde einziehen werden. "Wir sind Profis und müssen jede Partie ernst nehmen. Wir müssen mit dem Willen spielen, uns in jedem Spiel zu verbessern. Auch wenn das Ergebnis für uns nicht mehr relevant in Bezug auf Qualifikation oder Platzierung ist, ist es doch ein Spiel gegen ein gutes spanisches Team. Wir müssen uns auf ihre hervorragende Offensive einstellen und bereit sein, es mit ihren großen Leuten aufzunehmen. Es wird ein guter Test für unsere Eigenmotivation sein, ein besserer Spieler, ein besserer Coach, ein besseres Team werden zu wollen", betont Trinchieri.
Die Spanier, die sich im Hinspiel ohne ihre Leistungsträger Rasko Katic und Stevan Jelovac in Bamberg mit 74:90 geschlagen geben mussten, können sich im Falle eines Sieges von Straßburg über Paris mit einem Erfolg gegen die Brose Baskets noch auf den dritten Platz in der Gruppe A vorschieben.


Bayern sind ein möglicher Gegner

Und wie geht's für die Bamberger in der Top-32-Runde des zweithöchsten europäischen Wettbewerbs vom 7. Januar bis zum 11. Februar weiter? So wie es derzeit aussieht, könnte es wiederum ein brisantes deutsches Duell geben: Der deutsche Meister Bayern München verabschiedete sich trotz des 95:89-Erfolges letzte Woche gegen den polnischen Titelträger Turow Zgorzelec aus der Königsklasse. Bleiben die Bayern auf Rang 5 in ihrer Euroleague-Gruppe, würden sie zwei Mal auf die Brose Baskets treffen.
Außerdem bekommt es der sechsmalige deutsche Meister mit den jeweils Tabellendritten der Eurocup-Gruppen B und D zu tun. Es spricht einiges dafür, dass das JDA Dijon aus Frankreich und der slowenischen Traditionsklub Olijmpia Ljubljana sein werden. Sowohl Dijon (gegen die Artland Dragons - den Bamberger Bundesliga-Gegner am Samstag) als auch Ljubljana (gegen Riga) gelten zu Hause gegen den jeweiligen Gruppenletzten als klarer Favorit.