Von einer "schönen Sache" sprach Bürgermeisterin Karin Ritter (SPD) angesichts eines erneut sehr erfreulichen Haushaltsplans 2019. Er hat ein Gesamtvolumen von 1,42 Millionen Euro. Eine Kreditaufnahme ist nicht erforderlich. Das Investitionsvolumen beträgt 149 000 Euro; im Vorjahr waren dies 585 700 Euro. Geplante Investitionen sind für den Landschafts- und Bewegungspark 100 000 Euro, die Sanierung der alten Schule und Turnhalle 30 000 Euro, der Erwerb Anlagevermögen für den Straßenunterhalt 2500 Euro sowie die Straßenverbreiterung Auwiesenweg 15 000 Euro.

Damit ergibt sich ein Schuldenstand zum 31. Dezember 2019 von 37 375,85 Euro und damit eine Pro-Kopf-Verschuldung von 56,04 Euro. Dem stehen Rücklagen von 938 804,64 Euro gegenüber. Einstimmig erfolgten der Erlass der Haushaltssatzung und das Aufstellen des Haushaltsplans 2019.

Die Gemeinde schließt eine interkommunale Zweckvereinbarung mit dem Landkreis für mehr Datenschutz und Informationssicherheit. In diesem Zuge stellt der Landkreis eine Datenschutz- und einen Informationssicherheits-Beauftragten ein. 50 Prozent der Kosten entfallen auf den Landkreis, die anderen 50 Prozent auf die Gemeinden, entsprechend ihrer Einwohnerzahl.

Hinsichtlich der Platzgestaltung Hauptstraße 5 und Kirchstraße 4 waren beide Tagesordnungspunkte bereits in verschiedenen Sitzungen im Jahr 2018 behandelt worden. Der Grunderwerb ist jeweils abgeschlossen und befindet sich nunmehr im Besitz der Gemeinde. Geplant ist ein Abriss beider Projekte und eine städtebauliche Aufwertung beziehungsweise Neugestaltung des Umfelds. Für die Abrisse wird jeweils ein Zuwendungsantrag bei der Regierung von Oberfranken gestellt.

Die Bürgermeisterin informierte über eine am 17. September stattgefundene Beratung bezüglich des Ausbaus der Ortsdurchfahrt KC 24 in Bauträgerschaft der Gemeinde. Angedacht sind zwei Bauabschnitte. "Problemstellen werden der Kreis und die Engstelle", erklärte Ritter. Laut Auskunft des Landratsamtes kann die Maßnahme aufgrund der derzeitigen Konjunktur und Auslastung der Baufirmen im kommenden Jahr mit Sicherheit nicht umgesetzt werden. Der Punkt wird in einer der nächsten Sitzungen ausführlich behandelt.

Peter Dressel (BLR) erkundigte sich wegen Funklöchern im Gemeindegebiet. "In Reichenbach haben wir keine roten Bereiche; bei uns ist alles versorgt", verdeutlichte Ritter. hs