Etwas "unglücklich" scheint eine Baumaßnahme des TSV Pfarrweisach gelaufen zu sein. "Heute wollen wir das in geordnete Bahnen lenken", sagte dazu Bürgermeister Ralf Nowak (UL-Bürgerblock) bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag und trug die Bauvoranfrage des Vereins für den Bau einer Grünschnittverladestation vor.
Diese Baumaßnahme wurde offenbar beim Landratsamt Haßberge "angeschwärzt", weil bereits ohne Plan Tatsachen geschaffen wurden, denn die Umfassung der Grünschnittanlage besteht bereits. Das gemeindliche Einvernehmen wurde nun für die Maßnahme erteilt.


Rathaussanierung fast fertig

Das Rathaus in Pfarrweisach wurde energetisch saniert. Nur das Anbringen des Sockels und die Gestaltung des Vorplatzes fehlen noch.
Bürgermeister Nowak bezeichnete die Planung für den Vorplatz am Rathaus als gelungen und weitsichtig. Er ist der Meinung, dass damit für die nächsten 50 Jahre etwas Vernünftiges geschaffen wird.
Stefan Hofmann vom Bauamt der VG Ebern stellte die Planung vor und erläuterte, dass die Fläche so gestaltet werden sollte, dass sie auch als die der Gemeinde wahrgenommen wird. "Besonderes Augenmerk legen wir hier auf die Entwässerung", sagte der Mitarbeiter des Bauamtes. Auch sei die Zufahrt von der Bahnhofsstraße her zu dem dahinter liegenden Hofgrundstück möglich. Etwas Grün werde integriert. Versetzt werden müsse die dort vorhandene Infotafel.
"Die eingestellten Kosten von 36 000 Euro werden aber überschritten, und wir müssen mit Kosten von 48 000 Euro rechnen. Hinzu kommen noch Kosten von 2500 Euro für Pflanzarbeiten und für ein Geländer", erläuterte Hofmann. Er plädierte dafür, bis zum Herbst auf jeden Fall die Entwässerungsmaßnahmen vorzunehmen.
"Woher nehmen wir das Geld", fragte Zweiter Bürgermeister Rüdiger Kuhn (CSU). Wie er sagte, seien für diese Maßnahme nicht, wie von Hofmann dargelegt, 36 000, sondern 32 500 Euro eingestellt gewesen. Auch bemängelte er, dass der Bauausschuss im Vorfeld zu wenig eingebunden gewesen sei. Das unterstützte auch Gemeinderat Markus Oppelt (CSU).
Gemeinderat Hermann Martin (UL-Bürgerblock) stimmte hingegen nicht zu. Er sagte: "Die Mitglieder des Bauausschusses sind doch alle im Gemeinderat und haben hier alles mitbekommen."
Auch Stefan Hofmann war etwas verwundert. Seiner Meinung nach liegt kein Informationsdefizit vor, was auch Bürgermeister Nowak so sah. Dieser schlug vor, die Maßnahme heuer soweit voranzutreiben, wie es finanziell möglich ist, und den Rest in spätere Haushalte einzustellen. Bei einer Gegenstimme wurde das auch so beschlossen.
Ein Gewerbebetrieb in Kraisdorf nutzt an der Kreisstraße HAS 46 bereits Bereiche, die sich im Außenbereich befinden. Die Gemeinde wurde nach den Worten des Bürgermeisters vom Landratsamt zum Handeln aufgefordert. Hier soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden, um rechtliche Voraussetzungen für künftige Entwicklungen zu schaffen. Die Gemeinde übernimmt die Kosten für die Bauleitplanung.


Zuschuss für Kirchenrenovierung

Der Bebauungsplan "Eberner Höhe" in Kraisdorf wird um die Teilfläche 494 erweitert. Dort ist beabsichtigt, ein Einfamilienhaus zu bauen. Die Kosten für die Bauleitplanung trägt die Gemeinde, die Erschließung der Antragsteller.
Stattgegeben wurde dem Antrag der katholischen Kirchenstiftung auf Gewährung eines Zuschusses für die Innenrenovierung der Kirche in Pfarrweisach. Genehmigt wurde, acht Prozent der Gesamtkosten zu übernehmen, höchstens aber 45 000 Euro. Die Summe wird wohl über mehrere Jahre verteilt ausbezahlt werden.
Informatorisch teilte Bürgermeister Ralf Nowak mit, dass die Miete der Turnhalle durch die Dominikus-Savio-Schule Pfaffendorf jährlich 1800 Euro Einnahmen bringe.
3800 Euro kostete die Ausbesserung eines Straßenteils im Bereich Römmelsdorf. Mehrkosten von 3000 Euro entstehen beim Ausbau der Bahnhofsstraße in Pfarrweisach.