Tim Pargent, MdL aus Bayreuth, berichtete bei der Klausurtagung der Grünen des Landkreises Forchheim auf der Burg Feuerstein von seinen ersten Monaten im bayerischen Landtag. "Wir sind mit nun 38 Abgeordneten die zweitstärkste Fraktion und werden als Oppositionsführer mit einem klaren Konzept ganz anders wahrgenommen." Auch wenn auf der Agenda von CSU und Freien Wählern ökologische Themen stünden, seien diese sofort vom Tisch, wenn sich in Bezug auf Straßenbau oder Wirtschaft Konflikte ergeben: "Gerade die CSU hat den Bezug zur Realität vieler Menschen in unserem Land verloren."

Die Forchheimer Stadträtin Annette Prechtel (FGL) motivierte für den kommenden Kommunalwahlkampf. "Die kommunalpolitischen Themen wie etwa Altenpflege, Bauleitplanung und Energieversorgung, Kindertagesstätten und Kultur, Schulen und Schwimmbäder bis hin zur Wasserversorgung betreffen die Menschen am unmittelbarsten", unterstrich sie und betonte, dass "Global denken, lokal handeln" für die Grünen keine Floskel sei.

Emmerich Huber, der seit fast zwei Jahren mit dem Pulse of Europe auf dem Forchheimer Marktplatz für ein friedliches, solidarisches und geeintes Europa eintritt, wies darauf hin, dass die Europawahl eine "Schicksalswahl" sein werde. "Wir haben globale Konzerne und globale Probleme wie den Klimawandel, die wir längst nicht mehr national lösen können!"

Lisa Badum, MdB und Vorsitzende des Kreisverbandes, rief die Forchheimer Grünen auf, ihre volle Kraft in die Europawahl und die nächste Kommunalwahl zu stecken. Sie betonte die Bedeutung des Volksbegehrens zum Artenschutz, bei dem vom 31. Januar bis 13. Februar die Listen in den Rathäusern ausliegen und möglichst viele Menschen unterschreiben sollen. Das Volksbegehren betreffe ein urgrünes Thema, "denn es geht um unsere Natur, unser Leben und unsere Zukunft!"

Klar war allen Teilnehmern, was Co-Sprecherin Barbara Poneleit so zusammenfasste: "Wir haben ein äußerst forderndes und erfolgreiches Jahr hinter uns und wollen diese Erfolge nutzen, auf allen Ebenen mitzugestalten." red