Mit dem Motto "Damit sich was ändert" tourt die Grüne Jugend Bayern im Vorfeld der Landtagswahl am 14. Oktober derzeit durch den Freistaat und machte unlängst auch Station im Landkreis Erlangen-Höchstadt.

Auf dem Marktplatz von Herzogenaurach veranschaulichten laut einer Pressemitteilung die Nachwuchspolitiker Passanten, wie das bayerische Polizeiaufgabengesetz nach willkürlichen Kriterien Menschen zu sogenannten Gefährdern macht. Interessierte konnten sich an einem Glücksrad zusammen mit dem Bezirkstagskandidaten Manfred Bachmayer ihren ganz persönlichen Überwachungsgrund erdrehen und bekamen im Gegenzug eine "Du kommst aus dem Gefängnis frei"-Ereigniskarte.

Dazu erklärt Sebastian Hansen, Sprecher der Grünen Jugend Bayern: "Mit den beiden 2017 und 2018 im Landtag beschlossenen Novellen des Polizeiaufgabengesetzes hat die CSU grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien angegriffen und den Weg zum Überwachungsstaat geebnet. Der Protest im Frühjahr hat gezeigt, dass gerade junge Menschen sich ihre Freiheitsrechte nicht nehmen lassen. Wir machen weiter und lassen uns nicht einschüchtern!"

In Höchstadt ging es auf dem Marktplatz um die bayerische Umweltpolitik. Die Passanten konnten unter anderem an einem Quiz zum Thema "Insektensterben" teilnehmen.

Die Vertreter der Grünen Jugend kritisierten vor allem die Landesentwicklungspolitik der CSU, durch die immer mehr Flächen zubetoniert würden. Dadurch gehe wertvolle Natur verloren, was wiederum zu einem gewaltigen Artensterben führe, beklagte Saskia Weishaupt, Sprecherin der Grünen Jugend Bayern. red