Die Weisendorfer Grünen wollen für den örtlichen Marktplatz "Aufenthaltsqualität statt Blechlawinen", wie Bürgermeisterkandidatin Christiane Kolbet in einer Pressemitteilung schreibt.

Bernhard Köhler, Neubürger in Weisendorf und Grünen-Kandidat für die Gemeinderatswahl in knapp vier Wochen, stört sich beim Blick aus seinem Wohnzimmerfenster an "zu viel Blech". "Der Marktplatz von Weisendorf ist ein Parkplatz. Hier spielen sich täglich, besonders in den Morgenstunden, haarsträubende Szenen ab", sagt er: Fahrzeuge würden mit hohem Tempo in den Marktplatz einfahren, der Gehweg vor der Apotheke sei immer wieder zugeparkt und dazwischen Fußgänger und Radfahrer. Hin und wieder seien Unfälle mit Blechschäden zu beobachten.

Gemeinsam mit seinen Parteifreunden, dem Gemeinderat Norbert Maier und Ernst Rappold, hat Köhler bereits Ideen für den Marktplatz entwickelt: Bäume, ein Brunnen, Außengastronomie und sichere Wege für Fußgänger sollen Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität in der Dorfmitte schaffen. Die Fahrzeuge wollen die Grünen damit in die hinteren Reihen verbannen.

"Wir sind seit 2012 im Städtebauförderprogramm", so Bürgermeisterkandidatin Christiane Kolbet, "mit dem Herzstück des Dorfes geht aber nichts voran". Dabei sei gerade der Marktplatz das wichtigste Anliegen der Weisendorfer.

Alle bis dato vorliegenden Pläne sehen einen Platz ohne das jetzige Sparkassengebäude vor. Die Sparkasse sei ein

Frequenzbringer in der Ortsmitte und solle dort auch erhalten bleiben. Allerdings würden die Grünen sie längerfristig in einem anderen Gebäude sehen.

Die Sanierung könnte laut den Grünen in zwei Stufen angegangen werden. Dabei sei wichtig, Gebäude in der Ortsmitte, die zum Kauf stünden, für die Gemeinde zu erwerben.