Große Baumaßnahmen wie die Sanierung der Grundschule in Hannberg, der Neubau des Feuerwehrgerätehauses und der Umbau der Kläranlage Hannberg prägen den Haushalt der Gemeinde Heßdorf heuer und in den nächsten Jahren. Bürgermeister Horst Rehder (BB) und Kämmerer Jörg Hausam stellten den Mitgliedern des Haushaltsausschusses das Zahlenwerk vor.
Die beiden größten Einnahmequellen des Verwaltungshaushalts sind die Einkommenssteuer mit 2,3 Millionen Euro und die Gewerbesteuer mit zwei Millionen Euro. Bei Wasser- und Kanalgebühren erwartet die Gemeinde für 2018 Einnahmen von 445 000 Euro. Bei den Zuweisungen des Freistaats Bayern für Schülerbeförderung und Kindergarten kann Heßdorf mit etwas über 600 000 Euro rechnen.
Die größte Ausgabenposition im Verwaltungshaushalt ist die Kreisumlage mit 1,86 Millionen Euro, so Hausam. Dem Vermögenshaushalt will der Kämmerer 710 000 Euro zuführen, die Gewerbesteuerumlage beträgt 350 000 Euro und an die Verwaltungsgemeinschaft (VG) müssen 510 000 Euro abgeführt werden.
Zur Finanzierung der anstehenden Investitionen ist im Jahr 2018 eine Kreditaufnahme von 4,4 Millionen Euro notwendig. "Hinsichtlich des Schuldendienstes mit jährlicher Tilgung und Zinsen können die Details erst nach Genehmigung des Haushaltes abgestimmt werden", so der Kämmerer. Es werde Wert darauf zu legen sein, das zum einen der Schuldendienst zu stemmen ist, parallel jedoch auch wieder Rücklagen aufgebaut werden, um für künftige finanzielle Herausforderungen gewappnet zu sein. "Die Gemeinde muss auf jeden Fall finanziell handlungsfähig bleiben", erklärte der Kämmerer, denn im Lauf des aktuellen Haushaltsjahres wird die Rücklage zur Finanzierung der umfangreichen Investitionen bis auf einen Sockelbetrag aufgebraucht werden.
Auf Vorschlag der Ausschussmitglieder werden im Haushalt einige Posten verschoben und auch Zahlen geändert. So regte Stefan Martin (CSU) an, die Zahlen des Finanzplans zu ändern, denn die bereits gelaufenen Ausschreibungen der Schulsanierung und des Feuerwehrgerätehauses hätten gezeigt, dass die Kostenschätzungen zum Teil erheblich überschritten wurden. Deswegen solle der Kämmerer wegen der zu erwartenden Kostensteigerungen im Finanzplan höhere Ausgaben einsetzen. "Wenn wir das Geld nicht ausgeben müssen, ist es gut, und wenn es teurer wird, erleben wir keine Überraschungen", riet Martin dem Kämmerer.
An der Sitzung nahmen auch die Kommandanten der drei Feuerwehren teil, denen ein jährliches Budget zur Verfügung steht. Bei der Heßdorfer Feuerwehr reicht das Budget ebenso wie bei den Wehren Ober-, Mittel- und Untermembach sowie in Hesselberg.
Bei der Membacher Feuerwehr wird in diesem Jahr die Fassade des Feuerwehrgerätehauses saniert und im LF 10/6 ein Hilfeleistungssatz eingebaut. Wie Kommandant Burkhardt Niepelt erklärte, reiche der Budget-Übertrag aus dem vergangenen Jahr aus, um die Beschaffungen finanzieren zu können.


Gerätewart hilft Feuerwehren

"Bei uns läuft alles", meldete der Hesselberger Kommandant Steffen Dreßel. In Hesselberg wird in diesem Jahr der Atemschutz erneuert und zwei Aktive werden den kleinen Feuerwehrführerschein ablegen. Rehder lobte die Sparsamkeit und gute Zusammenarbeit der drei Feuerwehren. Am 1. Juli wird mit dem Feuerwehrmann Christian Warter, wie vom Gemeinderat beschlossen, der hauptamtliche Gerätewart seinen Dienst antreten. Für die Feuerwehren mit ihrer umfangreichen Ausrüstung eine wertvolle Unterstützung, denn der Gerätewart wird dem Bauhof zugeteilt und je nach Stundenanfall bei den Feuerwehren eingesetzt.