Nicht um der Technik willen steigt Großheirath in die digitale Ausstattung der Schule ein, sondern die erweiterten Möglichkeiten der Unterrichtsführung überzeugten den Gemeinderat, im Förderprogramm Digitalbudget für das digitale Klassenzimmer einzusteigen. Zwei interaktive Whiteboards sollen angeschafft werden.

Jana Baum und Peter Geerds von der Schule erläuterten dem Gemeinderat, wie an den Whiteboards gearbeitet werden kann und welcher Mehrwert für den Unterricht zu erzielen wäre. In einem Austauschgespräch aller Gemeinden im Landratsamt, berichtete Bürgermeister Udo Siegel, habe sich gezeigt, dass die einzelnen Schultypen zu unterschiedlich seien und deswegen eine gemeinsame Beschaffung nicht praktikabel sei.

Für Großheirath steht eine Förderung in Höhe von 9050 Euro in Aussicht, die man sich nicht entgehen lassen will. Die zwei Boards kosten rund 15 000 Euro, wovon die Gemeinde zehn Prozent als Eigenanteil tragen muss.

Dafür bekommt man zwei Galneoscreens mit einer Bildschirmgröße von 86 Zoll (2,14 Metern) und allen Möglichkeiten digitaler Medien.

Einstimmig beschlossen

Restlos überzeugte den Gemeinderat auch noch, dass die Boards fahrbar sind und für andere Veranstaltungen genutzt werden könnten. Ohne Gegenstimme bewilligte das Gremium die Haushaltsmittel.

Die künftige Nutzung des Alten Kindergartens in Großheirath beschäftige die Räte ein weiteres Mal. Eine ausgedehnte Diskussion drehte sich um die Frage, wie das Außengelände gestaltet werden könnte und ob die beiden Bäume erhalten bleiben können. Gemeinderat Johannes Höh erklärte nochmals die Planung zur Gestaltung des Vorplatzes. Nach seinen Worten wäre bei einer Absenkung des vorderen Bereichs, wobei ein Baum fallen müsste, eine Angleichung zu einer noch zukünftigen Dorferneuerung in Großheirath von großem gestalterischen Vorteil. Die Räte hatten durchaus unterschiedliche Sichtweisen und mochten keine neuen Stufen irgendwo entstehen lassen, da das Gebäude auch als eine Art Seniorenzentrum mit Galileotraining genutzt werden soll. Auch am Gebäude selber wird noch einiges verbessert. Es soll eine komplett neue Haustüre eingebaut werden mit zeitgemäßer Wärmedämmung und Schließsystem.

Mit einer Änderung des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts erfährt die ehrenamtliche Arbeit der Ratsmitglieder eine deutliche Aufwertung. Künftig bekommen sie ein Sitzungsgeld in Höhe von 30 Euro. Die Satzung war seit dem Jahr 2002 nicht mehr geändert worden.

Ernste Worte hatte zum Schluss noch Udo Siegel wegen einer Katastrophenschutzübung im Landkreis, bei der von einem flächendeckenden Stromausfall im Landkreis ausgegangen wurde. Die Erkenntnis aus der Übung war, das man dieses Szenario nicht außer Acht lassen dürfe und letztendlich jeder selbst ein Mindestmaß an Vorsorge treffen muss. Man wolle keine Panik schüren, mit einem Informationsblatt sollen die Bürger sensibilisiert werden. lbö