Bei den Abschlussarbeiten für 2017 waren die ehrenamtlichen Helfer für die Pflege des Kapellenfriedhofs fast vollständig vertreten. Neben kleineren Pflegearbeiten war die Entdeckung eines bisher völlig efeuüberwucherten Grabsteins ein würdiger Abschluss der Arbeiten für dieses Jahr.
Nahe beim Chor der Marienkapelle fand die Helfergruppe einen großen Grabstein aus Muschelkalk, der wohl schon seit Jahrzehnten, nach vorne gestürzt, von Efeu überwuchert war. Der Stein war völlig unversehrt, es kostete jedoch große Mühe, ihn aufzurichten. Als man den Grabstein mit vereinten Kräften aufgerichtet und gereinigt hatte, war mühelos abzulesen, dass es sich um das Grabmal der Eheleute Alois und Pauline Schmid handelt, wobei die Witwe 1963 verstorben war. Der Umsturz lag vermutlich an mangelhafter Fundamentierung, die die Stadt jetzt nachholen müsste. Auf diese Weise würde statt der bisherigen Efeu-Wucherung wieder eine Gräberzeile entstehen.
Anschließend lud die Stadt, vertreten durch Kulturreferent Peter Weidisch und Sachgebietsleiter Hans Bauer, zu einem Imbiss vor der Leichenhalle ein. Bei seinen Dankesworten wies Weidisch darauf hin, dass sich die Stadt mit anderen Bädern um die Aufnahme in die einschlägige Liste der Weltkulturerbe der Unesco bemühe. Dabei werde auch der Kapellenfriedhof als Parkanlage erfasst, wobei es sich positiv auswirke, dass ehrenamtliche Helfer sich um dessen Erhaltung und Pflege bemühen.
Der 30. Pflegeeinsatz wird im Frühjahr 2018 erfolgen.
Werner Eberth