Um dem wachsenden Bedarf nach Urnenplätzen gerecht zu werden, wurde schon vor einigen Jahren eine Urnenwand im Friedhof Schmalwasser aufgestellt. Doch nicht nur Bestattungen in der Urnenwand , sondern auch in Erdurnengräbern sind nun möglich. Fünf Erdurnengräber wurden im vorigen Jahr im oberen Friedhofsbereich angelegt und dieses Jahr wurde die Anlage um fünf weitere Gräber erweitert. "Die Nachfrage ist da, es ist gut, dass die Gemeinde reagiert", dankte Pfarrer Hubert Grütz Bürgermeisterin Sonja Reubelt.

Die Feuerbestattung sei nicht nur ein kurzer Trend, sondern werde mehr und mehr nachgefragt, erklärte der Pfarrer. Einer der Hauptgründe seien die veränderten Familiensituationen, wenn die junge Generation nicht mehr im Ort lebe und so auch keine Möglichkeit zur regelmäßigen Grabpflege habe. Auch sei eine aufwendige Grabpflege von großen Gräbern nicht mehr zeitgemäß, so nutzen Hinterbliebene gern die vergleichsweise kleinen Pflanzflächen der Erdurnengräber. Geplant seien außerdem noch acht Erdurnengräber unter sogenannten Kissensteinen, die keinen Pflegebedarf seitens der Angehörigen benötigen. Nach den Plänen der Bürgermeisterin sollen sie in diesem Jahr noch zur Verfügung stehen. Damit auch im Bereich der Urnengräber Trauernde und Angehörige sich aufhalten können, wurde eine Ruhebank aufgestellt.

Ihren Dank richtete die Bürgermeisterin an  Roman Fuchs und Wolfgang Friedel von der Kirchenverwaltung für das ehrenamtliche Engagement im Schmalwasserer Friedhof. So wurde die Friedhofskapelle renoviert und die Probleme mit dem Dach behoben. Das ehemalige Leichenhaus wird heute als Kapelle genutzt, gerne entzünden die Friedhofsbewohner vor der Pieta eine Kerze. Auch im Eingangsbereich zum Friedhof und dem Zugang zur Kirche war die Kirchenverwaltung tätig. Die Sandsteinplatten wurden ausgebessert, die Kanten neu verfugt und ein Pfosten in der Zufahrt eingebaut, damit keine Fahrzeuge mehr bis vor das Kirchenportal fahren können. Dies sei nämlich in der Vergangenheit vorgekommen und recht ungünstig, das zwei Stufen zum Kirchenportal hinab führen, die von Verkehrsteilnehmern übersehen wurden. Das führte nicht nur zu Schäden an den Fahrzeugen, sondern auch an den Stufen.

Gedanken machen sich die Herren der Kirchenverwaltung mit Pfarrer Grütz und der Bürgermeisterin über die Möglichkeit die Kirche barrierefrei zu erreichen. Durch die vielen versetzten Stufen, sei dies nicht so einfach. Als Alternative wird nun der Seiteneingang neben der Sakristei als barrierefreier Zugang ins Auge gefasst. Doch dazu müsse auch eine Rampe im vorderen Bereich erstellt werden. Ebenso sei der Weg zur Sakristei und dem Seiteneingang erneuerungsbedürftig, wie auch die Treppe und das Podest vor der Sakristei. Für Bürgermeisterin Sonja Reubelt ist es wichtig, dass die Gotteshäuser und Friedhöfe möglichst barrierefrei zu erreichen sind. bem