Zum Bericht über ein Chalet-Dorf in Steinwiesen in der Ausgabe vom 28.07.2018:

Auf mehreren Hektar Fläche würde sich oberhalb von Steinwiesen in unserem herrlichen Frankenwald ein Heimatidyll par excellence bieten: Chalets fügen sich um einen Naturweiher, als hätten sie schon immer dort gestanden. Erbaut im ländlichen Stil mit viel Holz, wertig, echt, authentisch, und mit eigenem Wellnessbereich. Die Malediven und Österreich haben es uns vorgemacht: Chalet-Dörfer, der neue Trend im Tourismus hin zu größtmöglicher Individualität.
Die Gäste bekommen fürs Geld eben auch nicht nur eine Hütte, sondern den kompletten Service eines 4- oder 5-Sterne-Hauses: Morgens wird im Chalet Frühstück serviert, für den Winter sind Kamine eingebaut, damit es bei offenem Feuer schön knistert. Später nutzt man die Chalet-eigene Sauna, den Ruheraum und die Erlebnisdusche. Abends geht man in das zum Chalet-Dorf gehörige Restaurant oder lässt sich sein Sechs-Gang-Menü im Chalet mit einem tollen Rotwein und einem Gläschen Champagner als Aperitif servieren. Das angegliederte Restaurant mit Spezialitäten aus dem eigenen Wildgehege wird am Ende des Tages auch die Einheimischen zum Schlemmen einladen.
Das Konzept hat inzwischen Schule gemacht. In Österreich und in letzter Zeit auch in Bayern wachsen die Chalets vielerorts aus dem Boden, hierzulande jedoch immer mit großem Widerstand der Bürgerinnen und Bürger; unverständlich!
Sicherlich wird im Vergleich zu einem Hotelkomplex mehr Fläche benötigt, allerdings fügen sich die Chalets weit besser in die Landschaft ein. Die Ideengeber und Bauherrn haben die Zeichen der Zeit erkannt. Hotels sind austauschbar. Es braucht heute andere Konzepte, um den Wünschen der Gäste gerecht zu werden. In Österreich hat der Tourismus noch einen viel höheren Stellenwert, dies gilt es auch bei uns zu verändern, indem solche Projekte die volle Unterstützung finden. Gilt es dann noch eine Brache zu kultivieren, profitiert auch die Landschaft und das Gesamtbild.
Zweifellos wäre es für die gesamte Region ´Oberes Rodachtal´ eine Bereicherung und nicht nur für den Markt Steinwiesen. Es entstünden Arbeitsplätze in Hotellerie und Gastronomie, Lieferaufträge für regionale Bäcker, Metzger und Produzenten, und ganz abgesehen davon, auch Bauaufträge für zahlreiche Unternehmen.
Lassen wir uns diese große Chance für den Tourismus in Steinwiesen nicht entgehen und wünschen wir den Ideengebern viel Glück und Erfolg für dieses Vorhaben!

Andreas Porzel
Steinwiesen