Auf ihrer Herbsttour durch Deutschland hat das Greenpeace-Schiff "Beluga II" nun den Anker in Bamberg geworfen. Am Weegmannufer an der Löwenbrücke ist das "Schwimmende Labor" noch am heutigen Donnerstag zu besichtigen, und zwar von 11 bis 13 Uhr und von 14.30 bis 18 Uhr. Je nach Wetter und Besucherandrang können Wartezeiten entstehen, informiert Greenpeace. Besucher erhalten dann Einblicke in den Schiffsalltag der Beluga-Crew und die Arbeit der Umweltschutz-Organisation.
Mit an Bord der "Beluga II" ist auch eine Ausstellung, die auf eine direkte Folge der Klimaerhitzung hinweist: Die Vertreibung von Menschen aus ihren Heimatländern durch Wetterextreme wie Überflutungen, Stürme, Dürren und Waldbrände als direkte Folgen des menschengemachten Klimawandels, wie es von Greenpeace heißt.
Es seien nämlich nicht Krieg und Gewalt, vor denen die meisten Menschen fliehen. Tatsächlich würden jedoch klimabedingte Naturkatastrophen weltweit vor allem dafür sorgen, dass Menschen zwangsweise ihre Heimat verlassen. Pro Jahr seien das durchschnittlich 25,4 Millionen Menschen - mehr als doppelt so viele wie wegen Krieg und Gewalt.
Der Eintritt zu der Ausstellung ist frei. Besucher können außerdem vor Ort auch selbst aktiv werden und eine Protestpostkarte an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterzeichnen für den sofortigen Ausstieg aus der Kohleverstromung.


Für Flussfahrten konzipiert

Das Segelschiff "Beluga II" kann unter Motor 1000 Seemeilen (rund 1850 Kilometer) zurücklegen, ohne zu tanken. Es ist nach dem Prinzip des holländischen Klippers speziell für Fluss- und Küstenfahrten konzipiert. Fünf Personen bilden die Crew auf dem 33,3 Meter langen und 6,2 Meter breiten Schiff. red