Veronika Schadeck Jetzt ist es nur noch eine Formsache. Als Bürgermeisterkandidat auf der Liste von ÜWG/Freie Wähler wird Norbert Gräbner bei den bevorstehenden Kommunalwahlen im März 2020 seinen Chefsessel im Rathaus verteidigen. Das teilte der Vorsitzende Michael Linke mit. In wenigen Wochen soll die Nominierung stattfinden.

Linke verweist auf eine Zusammenkunft seiner Fraktion am Donnerstagabend. Demnach haben sich alle einstimmig für Gräbner ausgesprochen. Dieser habe bisher eine gute Arbeit geleistet und sinnvolle Projekte angestoßen, so Linke. Seine Fraktion arbeite seit Jahren konstruktiv mit dem Bürgermeister zusammen.

Linke stellte klar: "Wir sind keine Partei, sondern ein Verein", erklärte er. Er weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die ÜWG in Marktrodach nicht der politischen Wählervereinigung der Freien Wähler angehört. Es gehe darum, die Gemeinde weiterzuentwickeln und nach vorne zu bringen. Norbert Gräbner sei sehr engagiert und habe das Zeug dazu. "Er brennt für die Gemeinde, seine Aufgaben und seinen Job!"

"Das ist schön", freute sich Gräbner über die Zusage der ÜWG, auf deren Liste als Parteiloser für das Amt des Bürgermeisters kandidieren zu dürfen. Das Ergebnis bezeichnete er als Vertrauensbeweis und zugleich auch als Vertrauensvorschuss.

Die ÜWG/FW habe es immer verstanden, eine sachorientierte und konstruktive Arbeit für die Menschen in Marktrodach zu praktizieren.

Wie bereits berichtet, war Gräbner von 1996 bis zum Frühjahr 2019 ein SPD-Bürgermeister. Aufgrund interner Parteienquerelen innerhalb der SPD-Ortsvereine und der Kandidatur des stellvertretenden Bürgermeisters Oliver Skall erklärte er im Frühjahr seinen Parteiaustritt aus der SPD. Seitdem ist Gräbner als parteiloser Bürgermeister im Amt.