"Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum" - mit diesem Zitat von Friedrich Nietzsche eröffnete Vorsitzender Hubert Vetter seine Ansprache beim Ehrungsfrühschoppen anlässlich des 110-jährigen Bestehens des Musikvereins Frankenwald Windheim.

Nach einem feierlichen Gottesdienst, zelebriert von den Geistlichen Cyriac Chittukalam und Alfred Trebes, wurde diesem für 50-jährige Mitgliedschaft eine Urkunde überreicht. Diakon Trebes stammt aus Windheim, und ihm war es als ehemaligem Posaunisten ein Herzensanliegen, den Festgottesdienst mitzugestalten.

Als Ehrengäste wurden Schirmherr und Bürgermeister Thomas Löffler, der Bezirksvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB), Thomas Kolb, der stellvertretende Kreisvorsitzende des NBMB, Alexander Klug, sowie Ehrenvorsitzender Adelbert Büttner und Ehrendirigent Ferdl Schmitt begrüßt.

Verdienste um die Blasmusik

Thomas Kolb würdigte den Jubelverein als zuverlässige Kapelle, die den Kreisverband unterstütze und so gut wie jedes Musikfest besuche. Dem Verein wurde in Würdigung und dankbarer Anerkennung der Verdienste um die deutsche Blasmusik die "Goldene Medaille am weiß-blauen Band" des NBMB verliehen.

Für aktives Musizieren wurden mehrere Musiker mit Urkunden bedacht. Siegmund Herrmann und Harald Vetterdietz wurden für langjährige Dirigentschaft ausgezeichnet, Martin Schmidt für seine Mitarbeit im Vorstand und für 50 Jahre Musizieren.

Ferdl Schmitt musiziert 75 Jahre

Eine besondere Auszeichnung erhielt das "Urgestein" der Frankenwaldmusikanten, Ferdl Schmitt. So lange er sich erinnern könne, sei dieser Name mit dem Musikverein in Windheim verbunden, sagte Thomas Kolb. Es sei ihm eine besondere Ehre, den ehemaligen Dirigenten für 75 Jahre Musizieren auszeichnen zu dürfen.

Ferdl Schmitt hat 2017 noch beim Pfingstkonzert den Taktstock geschwungen und spielte noch vor wenigen Monaten bei kirchlichen Anlässen und Ständchen mit. Lang anhaltender Beifall begleitete die Ehrung.

Es folgten Vereinsehrungen für langjährige Mitgliedschaft. Die Feierlichkeiten wurden von den "Frankenwaldmusikanten" musikalisch umrahmt, die bereits am Abend zuvor beim Herbstfest aufgespielt hatten. Dieser gesellige Abend mit Blasmusik von zwei Kapellen findet immer mehr Zuspruch. Dieses Jahr spielten sich die befreundeten "Aurachtaler Blasmusikanten" aus Walsdorf in die Herzen der Besucher. hm