So viele Besucher hat der beschauliche Ort noch selten gesehen. Das sonnige Oktoberwetter und die beinahe hochsommerlichen Temperaturen bescherten dem Apfelmarkt in Kümmel einen wahren Besucherrekord.

Die ersten Gäste kamen bereits in den Vormittagsstunden, um sich mit frischem Obst, Nüssen und landwirtschaftlichen Erzeugnissen einzudecken. Am Nachmittag drängten sich wahre Besuchermassen durch den Ort. Das Dorf hatte sich herausgeputzt und die Mitglieder des ausrichtenden Gartenbauvereins hatten alle Hände voll zu tun.

Das Angebot auf den Höfen an frischen Äpfeln, Birnen, Quitten und Walnüssen war ausgesprochen groß. Darüber hinaus gab es Gelees oder Marmeladen, Obst in flüssiger Form und saure Gurken oder was sich sonst noch einwecken lässt. Bei dem großen Angebot fiel die Wahl nicht leicht, deshalb wurde von der Möglichkeit einer Verkostung auch regen Gebrauch gemacht. Vielfältig war auch das Angebot an Kürbissen.

Läuft wie geschmiert

"Der geht weg wie nichts", freute sich Baptist Hagel. Gemeinsam mit Peter Hornung steht er an der Saftpresse und verarbeitet den reichlichen Erntesegen zu feinsten Apfelsaft. Süß ist er, und geht weg wie die sprichwörtlich warmen Semmeln. Bereits kurz nach 14 Uhr haben die beiden Männer ein 80-Liter-Fass zweimal vollgemacht.

Aus München reisten Elisabeth Griebel und ihr Mann zum Apfelmarkt nach Kümmel und deckten sich mit Äpfeln, Birnen und Nüssen ein. "Hier ist nicht alles zubetoniert wie in München", sagten sie. Es gebe noch gewachsene Strukturen und viel Natur. Auch ein Glas Hagebutten-Marmelade ging mit auf die Rückreise in die Landeshauptstadt. Die jüngsten Besucher konnten auf einem Hof verschiedene Spiel- und Bastelstationen erkunden.

Auch wenn die Temperaturen derzeit kaum zu wünschen übrig lassen, die Nachfrage nach Mützen, Socken und Co. war auch schon da.

In der Ortsmittel hatte der ausrichtende Verein zahlreiche Biergarnituren aufgestellt. Denn kulinarisch hatte der Ort einiges zu bieten. Zur Kaffeezeit gab es Blechkuchen und Torten. Wer dagegen Deftiges bevorzugte, der ließ sich Bratwürste und Dämpfkartoffel mit weißem Käs' schmecken.