Die Sebastianifeier ist bei der Krieger- und Soldatenkameradschaft Unterleiterbach seit vielen Jahren Tradition. Mit einem Fackelzug marschierte man gemeinsam mit der freiwilligen Feuerwehr, begleitet von der Lädderbocher Blasmusik, vom Vereinslokal Schober zur Kirche. Im Sebastianigottesdienst ging Pfarrer Kurian Chackupurackal dann besonders auf das Leben und Wirken des Schutzpatrons der Soldaten und Kriegsinvaliden ein, der als Hauptmann der Prätorianergarde am kaiserlichen Hof Diokletians den Märtyrertod fand.
Von der Kirche zog der Fackelzug dann mit Marschmusik durch die Ortschaft wieder zum Vereinslokal, wo Vorsitzender Armin Morgenroth die zahlreichen Vereinsmitglieder und Gäste begrüßte.
In Vertretung des verhinderten stellvertretenden Landesvorsitzenden Josef Prosch nahm Morgenroth die Ehrung besonders verdienter Mitglieder vor. Josef Helmreich erhielt für 50-jährige Mitgliedschaft das Treuekreuz in Gold. In seiner Ansprache ging Armin Morgenroth auf die Verdienste von Josef Helmreich für den Verein und die gesamte Ortschaft ein. So war dieser jahrzehntelang in vielen Ehrenämtern tätig, unter anderem als Gemeinderat der Umlandfraktion und langjähriger Vorsitzender des Gartenbauvereins. Trotz einer schweren Krankheit war Josef Helmreich persönlich erschienen, um die Auszeichnung in Empfang zu nehmen.
Stefan Groh, Gründungsmitglied der Schießgruppe und seit 15 Jahren Erster Schießwart, wurde mit dem Sportschützenverdienstkreuz in Bronze geehrt. Zweiter Vorsitzender Alfons Ambros erhielt für 30-jährige Vorstandstätigkeit das Verdienstkreuz in Bronze am weiß-blauen Bande. Kassier Werner Morgenroth erhielt für besondere Verdienste das Ehrenkreuz in Silber. Weitere Ehrungen gingen an Roland Denk, Karl Dinkel und Karl Linzmayer.
Nach dem Abendessen wurden zwei Fotoshows von Uwe Schumann mit fränkischen Winterimpressionen gezeigt. Abschließend berichtete Stefan Groh noch mit vielen Bildern von einem gemeinsamen Besuch mit Vertretern der französischen Partnergemeinde Killstett in Oradour-sur-Glane, dem Ort, an dem eines der schlimmsten Massaker der Nazizeit stattgefunden hatte. Den Überresten des alten Dorfes, das 1944 zur Vergeltung von Partisanenangriffen von der SS völlig zerstört wurde, ist heute Mahn- und Gedenkstätte mit einem Dokumentationszentrum. red