Ein Urgestein der Reitscher Feuerwehr zeichnete stellvertretender Landrat Bernd Steger bei der Jahreshauptversammlung mit der staatlichen Verdienstnadel in Gold aus. Theobald Kestel könne auf eine 40-jährige Dienstzeit zurückblicken und sei ein Vorbild für andere.
Für langjährige Zugehörigkeit zum Reitscher Feuerwehrverein wurden ferner Martin Schmidt (40 Jahre), Albin Reif (50), Helmut Grebner und Peter Bayer (beide 60) und Albert Schmidt (70) ausgezeichnet.
Steger lobte die gute Jugendarbeit und freute sich, dass es in Reitsch seit einiger Zeit auch eine Kinderwehr gibt.


Nachwuchsarbeit ist top

Bürgermeister Rainer Detsch meinte, ein funktionierender Brand- und Katastrophenschutz sei sehr wichtig in der Gemeinde. Er würdigte vor allem den enormen ehrenamtlichen Einsatz der Aktiven und die Arbeit mit den Kindern. Als große Projekt stünden in Reitsch die Dorfplatzerneuerung und der Umbau des Feuerwehrhauses an. "Ab Sommer steht es dem Verein komplett zur Verfügung", versprach der Bürgermeister.
Außerdem werde ein Platz für Fahnen im Gerätehaus geschaffen, den auch andere Vereine mit nutzen könnten.
Kreisbrandinspektor Harald Schnappauf zeigte sich mehr als beeindruckt von der Arbeit in der Wehr. Um die Aktiven, Jugendlichen und Kinder bei der Stange zu halten, seien immer neue Ideen und Angebote notwendig - "und die sind in Reitsch vorhanden".


Acht Einsätze

Das Jahr 2015 verlief weitgehend ruhig. Insgesamt 158 Mitglieder, davon 33 Aktive und sechs Jugendliche, zählt die Reitscher Wehr, die im vergangenen Jahr zu acht Einsätzen gerufen wurde.
Die Kinderfeuerwehr "Reitscher Löschbande", die momentan aus 14 Jungen und Mädchen besteht, führte unter Leitung von Judith Suffner und Melanie Müller Brandexperimente durch, erlebte einen Waldtag mit dem Jäger oder feierte im Sommer eine Beachparty. Höhepunkte waren auch der Martinsumzug und das von den Kindern der Wehr gestaltete Adventsfenster. Vorsitzender Berthold Schmidt freute sich auf die Neugestaltung des Feuerwehrhauses und die Dorfplatzerneuerung und hoffte, dass dieser dann zum neuen Mittelpunkt in Reitsch wird. red