Bei guter Gesundheit feierte Karl Sägner seinen 95. Geburtstag. Der naturverbundene Jubilar stammt aus Waldtal (Posen) und hat eine Ausbildung im Schiffsbau in Königsberg durchlaufen. Im Zweiten Weltkrieg war er im Russland-Feldzug bis Stalingrad eingesetzt. Karl Sägner ist ein Heimatvertriebener und kam 1945 nach Neudorf bei Heiligenstadt. Beim früheren Gemeinderat und Kreisrat Georg Drummer fand er sein erstes Zuhause nach der Flucht. Beim Luzerne-Schneiden lernte er seine spätere Frau Sofie, geb. Hofmann, kennen, die 2007 verstorben ist. Sägner arbeitete als Gutsarbeiter im landwirtschaftlichen Betrieb von Stauffenberg in Greifenstein und später bei der Firma Hertel (jetzt Kennametal), Ebermannstadt. Freude bereitete ihm immer noch die Arbeit in der Landwirtschaft. Er war bekannt als Fachmann für das Veredeln von Bäumen. Sein persönliches Lebensmotto "Nicht aufgeben - Ohren steif halten" gilt bei zunehmendem Alter immer mehr. Sein Rezept für ein langes Leben heißt "Warten musst' können". Bürgermeister Helmut Krämer überbrachte die Glückwünsche des Marktes Heiligenstadt und des Bamberger Landrates Johann Kalb. Außerdem reihten sich Pfarrer Thomas Bruhnke, der Soldaten- und Kameradschaftsverein Aufseß in die Schar der Gratulanten. Fünf Kinder, neun Enkel und acht Urenkel gratulierten dem "Sägners-Karl", der in Stücht im Haus seines Sohnes gut versorgt wird. red