Bei der jüngsten Mitgliederversammlung der "Freunde und Förderer der Basilika" im Diözesanhaus Vierzehnheiligen begrüßte Landrat Christian Meißner als Vorsitzender rund 40 Mitglieder und dankte für die Unterstützung des gemeinsamen Anliegens, den Erhalt der Basilika und des lebendigen Lebens in und um die Basilika.

In seinem Bericht erinnerte Pater Heribert Arens, Guardian des Franziskanerklosters, an das, was mit großer Selbstverständlichkeit jährlich rund um die Basilika geschieht: über 900 Gottesdienste, bis zu 180 Fußwallfahrten, rund 300 Kirchenführungen, 25 Orgelkonzerte, dazu Orgelführungen, 180 Stunden Beichte und Gespräch, 50 bis 60 Ehejubiläen und manches mehr. Er unterstrich, wie wertvoll es sei, bei diesen Aufgaben Freunde und Förderer im Rücken zu wissen.

Pater Heribert berichtete dann weiter, dass zuletzt einiges verwirklicht wurde, um älteren und behinderten Menschen den Weg in die Basilika zu erleichtern: der rollstuhl- und rollatorfreundliche Zugang zu den Toiletten und ein Geländer an der großen Frei-treppe vor dem Portal.

Im laufenden Jahr kommt die Erneuerung des Geläuts zum Abschluss. Seit dem 12. Mai läuten die Glocken nicht mehr - wegen der beginnenden Arbeiten in den Türmen. Die neuen Glocken sind gegossen und werden ab Juli in der Basilika zu sehen sein. Am 8. September wird Erzbischof Ludwig Schick sie im Rahmen eines Pontifikalamtes weihen, bevor sie in den Turm entschwinden. Das erneuerte Geläut soll am Christkönigssonntag (24. November) zum ersten Mal erklingen.

Im Anschluss an die Versammlung wurden noch drei Kurzfilme vorgestellt, erstellt von der Fernsehredaktion des Erzbistums Bamberg: ein Film über den Glockenguss, ein Interview mit dem Glockengießer Albert Bachert und eines mit Rosemarie Vollmer, der Künstlerin, die die Glocken gestaltet hat.

Bachert sagte dabei auf die Frage, ob es ihn stolz mache, für die berühmte Basilika Glocken zu gießen: "Stolz ist vielleicht der falsche Ausdruck. Man freut sich auf die Aufgabe, auf jeden Fall. Wenn man vor den beiden Türmen steht, dann spürt man aber auch die Last auf den Schultern, wenn man für so eine Kirche die Glocken gießt und spürt auch die Verantwortung. Das überwiegt. Und hinterher ist es dann eine große Freude, wenn das alles gut gelingt."

Und Vollmer führte aus: "Jeder weiß, wenn eine Glocke läutet, entweder es ist Abend oder Morgen, vielleicht ist ein Gottesdienst, vielleicht ist es die Totenglocke. Und sie war schon immer ein Zeichen: Hier ist etwas, was uns auf Gott aufmerksam macht, und das ist so bis heute. Und das ist auch das Gute an ihr. Die ist über die ganzen Streitereien erhaben. Und deswegen wird die Glocke bleiben. Ich glaub ganz fest dran!"

Informiert wurde auch darüber, dass das Gerüst, das zur Zeit an der Fassade der Basilika errichtet wird, nichts mit dem Geläut zu tun habe, es diene vielmehr der dringend notwendigen Sanierung der Fassade. Es werde wahrscheinlich bis zum Herbst 2020 dort stehen. red