Zum zehnten Mal treffen sich im Europäischen Museum für Modernes Glas für ein ganzes Wochenende Künstler im museumseigenen Glasstudio.

Der diesjährige Workshop präsentiert diesmal international tätige Künstler, die sich auf die Technik der Glasgravur spezialisiert haben. In einer kleinen Sonderpräsentation sind Arbeiten der Künstler zu sehen und zu erwerben.

Alexandra Geyermann ist ausgebildete Glasgraveurin und Glasgestalterin. Seit 1995, dem Jahr ihrer Meisterprüfung, führt sie ein eigenes Atelier in Zwiesel. Dabei verarbeitet sie vor allem Flachglasscheiben, bei denen sie sowohl den Hoch- als auch Tiefschnitt anwendet. Hierdurch ergeben sich unterschiedliche Oberflächenstrukturen, die spannungsreiche Details ergeben, die man oft erst auf den zweiten Blick erkennt.

Christian Schmidt wurde an der Glasfachschule Zwiesel zum Graveur ausgebildet und hat ein großes zeichnerisches Oeuvre geschaffen. Seit vielen Jahren ist er als Kursleiter tätig und durch zahlreiche internationale Ausstellungsbeteiligungen bekannt. Schmidt bearbeitet meist Hohlgefäße, die er immer nach seinen eigenen Entwürfen graviert. Oft sind es Fantasiegestalten und karikaturhafte Gesichter, die in ihrer höchst originellen Figurensprache Geschichten erzählen und zum Schmunzeln animieren.

Anne Wenzel erhielt ihre Ausbildung als Glasgraveurin an der Glasfachschule Hadamar bei dem Altmeister Josef Welzel. Seit 1979 arbeitet sie in ihrer eigenen Werkstatt in Flensburg. Ihre Technik ist ebenso vielfältig wie ihre Themen.

Sägen, Schleifen, Gravieren und Mattieren von klarem und farbigem Glas sind ihr Metier. Das Ergebnis ist ein raffiniertes Zusammenspiel aus Licht und Glas, das immer wieder überraschende Geschichten hervorbringt.

Besucher können die drei Künstler im Studio bei der Arbeit beobachten, mit ihnen diskutieren und die faszinierende Glasgestaltung am Gravur- und Schleifrad hautnah erleben. red