Es war ein feierlicher Gottesdienst, mit dem am Sonntag in Holzhausen die Heilig-Kreuz-Kirche nach ihrer Renovierung eingeweiht wurde. Die Freude über die gelungene Renovierung war überall spürbar. So wurden die Besucher mit Klängen des Posaunenchores Holzhausen unter der Leitung von Jürgen Koch empfangen. Außerdem brachten die Gemeindemitglieder aus Holzhausen und Uchenhofen mit einem kraftvollen Gesang während des Gottesdienstes ihre Freude über das gelungene Werk zum Ausdruck.
Freude war auch Pfarrer Mátyás Beke anzumerken, der die Festgemeinschaft empfing. Der Vertrauensmann des Kirchenvorstandes, Gerhard Winkler, der sich selbst stark für die Renovierung der Kirche engagierte und so zum Motor der Maßnahme wurde, dankte in alle Richtungen: "Und wären aus der Gemeinde nicht so viele fleißige Hände mit immer wiederkehrender Hilfe da gewesen, könnten wir heute (noch) nicht dankbar sein für die Fertigstellung! Tausende von Stunden haben Sie alle geleistet."
Dekan Jürgen Blechschmidt spendete den Einweihungssegen und stellte das Gotteshaus in den Mittelpunkt seiner Ansprache. Er hob die Bedeutung einer Kirche für die Gemeinde hervor: "Wir brauchen Orte, an denen wir Gottes Gegenwart besonders spüren können."
An den Gottesdienst schloss sich im Sportheim, das während der Renovierung als kirchliche Ausweichstation zur Verfügung stand, ein Empfang an. Architekt Alexander Kurz aus Seßlach-Gemünda ließ in seinem Grußwort den gesamten Ablauf der Renovierung Revue passieren, die für ihn am 28.11.2014 begann. Nach etlichen Vorbesprechungen und Planungen mit verschiedenen Ämtern gab es mit dem Aufstellen des Fassadengerüstes am 23. Mai 2016 den eigentlichen Baubeginn. Viele total unterschiedliche Arbeiten durch unterschiedliche Firmen mussten erledigt werden: von umfassenden Anker- und Vernadelungsarbeiten über die vollständige Erneuerung der Elektroinstallation bis hin zur Restaurierung und konservatorischen Behandlung sämtlicher Oberflächen der Raumschale im Innenbereich.
Kurz zeigte auch klar die Schwierigkeiten auf, die teilweise zu meistern waren, und wies auf Neuerungen inner- und außerhalb des Gotteshauses hin. Er überreichte ein Bild der Heilig- Kreuz-Kirche, gemalt von seiner Schwiegertochter Vanessa Jimenez.
Worte des Lobes gab es auch von Landrat Wilhelm Schneider: "Mit dieser Initiative haben Sie die Lebendigkeit Ihrer Gemeinde bestärkt und Sie haben gezeigt, wie viel Ihnen Ihre Kirche bedeutet", sagte er.
Ein Lob gab es auch von Bürgermeister Claus Bittenbrünn. Er befand, "diese Renovierung hat sich mehr als gelohnt. Und es zeigt doch auch deutlich, wie wichtig und welch großes Anliegen es der Kirchengemeinde war, dass Ihr Gotteshaus in neuem Glanz erstrahlt".
Gern hörten die Holzhäuser auch die Bemerkung des Stadtoberhauptes, dass die Stadt Königsberg den ihr möglichen, verpflichtenden finanziellen Anteil an der Renovierung tragen wird.
Ein besonderes Grußwort gab es zum Schluss von Kathrin Schuler, in Vertretung ihres Vaters Gerhard Schuler, der von 1991 bis 1999 Pfarrer in Holzhausen war. Sie dankte den Holzhäusern dafür, dass sie ihre Kirche mit Herzblut, Eigenleistung und Spenden renoviert haben. Wörtlich fügte sie an: "Vor 800 Jahren erbaut, wurde diese Kirche von Generation zu Generation weitergegeben. Euer achtsamer Umgang mit dieser Kirche macht sie fit für die Zukunft, so dass auch nachfolgende Generationen ihre Freude daran haben". Und nicht nur diese, sondern auch die nachfolgenden Generationen werden Freude an der sehr schön renovierten Heilig-Kreuz-Kirche in Holzhausen als Stätte der Einkehr, der Besinnung und des Glücks haben, denn "gläubige Menschen sind glückliche Menschen". Diesen Ausspruch von Paul Claudel zitierte Landrat Wilhelm Schneider, in seinem Grußwort.