Das Lions-Klassik-Konzert ist nicht mehr aus dem Kulturbetrieb im Landkreis Lichtenfels wegzudenken. Am Mittwoch, 1. Mai, gastiert um 17 Uhr das bekannte und geschätzte Bamberger Streichquartett mit Raúl Teo Arias, Andreas Lucke, Branko Kabadaic und Karlheinz Busch, der auch durchs Programm führen wird, im Kaisersaal von Kloster Banz.

Die Mitglieder der Bamberger Symphoniker musizieren mit der französischen Harfenistin Laurence Forster-Beaufils. Die Solistin wurde in Paris geboren, absolvierte ihr Studium in Paris. Mit ihrem breitgefächerten Repertoire, welches von der Renaissance bis zur Moderne reicht, gastiert sie vor allem in Frankreich, Belgien, Deutschland und der Schweiz. Zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen dokumentieren ihr Wirken als Kammermusikerin und Solistin. Laurence Forster-Beaufils macht es sich zur Aufgabe, das große Spektrum der Harfenliteratur einem breiten Publikum nahezubringen.

Wegbereiter der Romantik

Mit ihr ist, zusammen mit dem Bamberger Streichquartett, das selten aufgeführte Harfenquintett c-Moll von E.T.A. Hoffmann zu hören. Hoffmann zählt zu den Wegbereitern der deutschen Romantik. Das Universalgenie war Jurist und Schriftsteller, aber auch Komponist, Kapellmeister, Musikkritiker, Zeichner und Karikaturist. Ein Harfensolo von Alphonse Hasselmans lässt den französischen Impressionismus aufleuchten. In "La Source" (Die Quelle) glitzert und funkelt es in der Musik.

Zauberhafte romantische Werke rahmen das Programm. Eines der bekanntesten Werke von Vivaldi eröffnet das Konzert, die "Sinfonia alla Rustica". Im folgenden Orgelkonzert von Händel, in einer Bearbeitung für Harfe und Streicher, steht ein filigranes Meisterwerk auf dem Programm. Zu einer spannenden Entdeckung könnte die Musik von J. C. de Arriaga werden. Aus seinem 3. Streichquartett ist das poetische Pastorale zu hören. Als Höhepunkt der gesamten Quartettliteratur gilt das F-Dur-Quartett op. 96 von Antonin Dvorák. Während seiner Jahre in Amerika schrieb er dieses Werk, in dem die Einflüsse der Farbigen und der Indianer ebenso zu hören sind wie auch die Sehnsucht nach seiner Heimat. Böhmische Musizierfreude, federnde Rhythmen und eine neue Melodieseligkeit werden hier zu einem Ereignis. red