Am Tag des Deutschen Bieres, am 23. April, lautete beim Steinbach-Bräu in Erlangen in der Vierzigmannstraße das Motto "Der Berg ruft!". Den Anstich vollzog in diesem Jahr Axel Fischer, unterstützt von Thomas Fischer. Diese Zeremonie wird seit 23 Jahren zelebriert.

Bei vielen Erlangern gehört der Anstich schon zum alljährlichen Ritual, und sie waren daher bei dem passenden Wetter in den Hof der Brauerei geströmt. Vor dem Gebäude der Brauerei war das erste Fass aufgebaut. Das Bergkirchweihbier der Brauerei Steinbach in Erlangen reift schon im Keller am Bergkirchweihgelände. Es hat eine Stammwürze von 13,8 Prozent und einen Alkoholgehalt von 6,0 Prozent.

Der Termin geht auf den bayerischen Herzog Wilhelm IV. zurück, der am 23. April 1516 in Landshut das bayerische Reinheitsgebot als "Lebensmittelverordnung" erließ. Auch in der heutigen Zeit legen die Brauer immer noch großen Wert auf die Tatsache, dass das Bier eines der reinsten Lebensmittel ist. Es werden nur ausgesuchte Rohstoffe verwendet.

Seine Vorstellung des Bergkirchweihbieres verband Braumeister Christoph Gewalt mit einem Plädoyer für das Deutsche Reinheitsgebot. Denn es zeige sich, dass auch innerhalb dieser Vorschriften ein breites Angebot guter Biere entstehen könne. "Damit der Verbraucher weiß, was drin ist!", so Gewalt. "Für Steinbach-Bräu ist es inzwischen Tradition geworden, diesen Tag des Bieres zum Anlass zu nehmen, den neuesten Jahrgang des Bergkirchweihbieres vorzustellen", erklärte der Braumeister.

Wichtig ist für ihn auch, dass mit dieser Tradition die Bedeutung der Bierstadt Erlangen hochgehalten wird. In diesem Jahr ist Steinbach das einzige Erlanger Bier, das es am Berg gibt: "Wir halten die Stellung!" Außerdem wurden in der Brauerei der Lagerkeller und das Sudhaus umgebaut und eine umweltgerechte Kältetechnik eingebaut.

Über 20 Jahre Erich-Keller

Die Ehre, das erste Fass Bergkirchweihbier anzustechen, hatte Axel Fischer, unterstützt von Thomas Fischer, der den Holzhammer schwang und das erste Fass Bergkirchweihbier des Jahres 2019 mit zwei Schlägen anstach. Beide sind in Erlangen keine Unbekannten. Axel Fischer war seit 1996 bei der Bergkirchweih für den Erich-Keller zuständig, 1998 stieß Thomas Fischer dazu. Im vergangenen Jahr haben beide die Leitung in die Hände von Nachfolgern gegeben.

"Sie haben viele Fässer angestochen, aber auch begraben", spielte Christoph Gewalt auf die Zeremonie des Kerwaeingrabens am letzten Tag der Bergkirchweih an.

Musikalisch wurde das Ereignis im Hof der Brauerei von "Gonzos Dixie-Combo" umrahmt, in der bekanntlich der Höchstadter Karpfen-experte Martin Oberle an der Trompete mitspielt. 1997 war die Formation zum ersten Mal dabei gewesen. Sie unterhielten die Anwesenden mit alten Hits wie etwa "Probier's mal mit Gemütlichkeit". Gemütlich ging es auf jeden Fall zu.