Ein sehr verträumtes Weihnachtskonzert bot der Gesangverein Marktgraitz den zahlreichen Besuchern in der Pfarrkirche "Zur heiligsten Dreifaltigkeit". Pfarrer Lars Rebhan meinte, ein solches Konzert sei "ein Geschenk des Himmels".

Schon der Auftakt mit den "Drei Pastorellen" von Valentin Rathgeber mit Axel Stumpf an der Orgel brachte den festlichen Charakter der Weihnachtszeit mit einer ruhigen, teils verspielten Leichtigkeit und technischer Finesse hervor. Gestützt von schönen Harmonien der einzelnen Register, war das englische Weihnachtslied "The first noel" mit einem klangvollen Flügelhornsolo des Musikvereins Marktgraitz versehen. Die Entwicklung der meist jungen Musiker unter Dirigent Sebastian Geßlein zeigte sich so richtig beim "Choral St. Marco". Variationen über das alte alpenländische Weihnachtslied "Es wird scho glei dumpa" hatte das Arrangement für Blasmusik vom zeitgenössischen Komponisten Mario Bürki zu bieten. "Streicheln der Seele" war angesagt beim letzten Beitrag der Musiker mit Variationen über das Weihnachtslied "Süßer die Glocken nie klingen".

Die mitwirkenden Gäste, der Kirchenchor aus Schmölz unter Leitung von Axel Stumpf, zeigten, wie wirkungsvoll ein personell kleiner Chor sein kann.

Eine große Klangfülle bewies der Männerchor der Chorvereinigung Marktgraitz-Mannsgereuth unter der sicheren Chorleitung von Günter Welsch. Das für Männerchor typische Lied "Weihnachtsglocken" ließen die 27 Sänger in einem ganz ruhigen Pianissimo verklingen. Flotter war der Chor dann schon mit dem aus Böhmen stammenden Weihnachtslied "Freu dich Erd und Sternenzelt" unterwegs. Sehr schön wirkten die einzelnen Stimmen dabei zusammen.

Ein schöner Abschluss des Konzertes war "We wish you a merry christmas". In Deutsch und in Englisch bot der Männerchor nochmals sehr klangvolle Weihnachtswünsche dar.

Großen Applaus gab es am Ende für alle Akteure. Mit dem gemeinsamen gesungenen "Oh, du fröhliche" endete ein sehr anmutiges Weihnachtskonzert. rdi