Die Liste Pro Rugendorf hat bei einer sehr gut besuchten Versammlung im "Haus der Jugend" den 54-jährigen Gerhard Theuer als Kandidaten für das Amt des Ersten Bürgermeisters der Gemeinde nominiert. Theuer ist im Landkreis Fürth aufgewachsen und wohnt nun seit 27 Jahren mit seiner Familie im Ortsteil Losau, wo der Selbstständige auch sein Büro hat.

Theuer ist verheiratet und hat fünf erwachsene Kinder, die alle hier aufgewachsen sind. Ehrenamtlich engagierte er sich in den Elternbeiräten des Kindergartens und der Schule sowie im Pfarrgemeinderat. Dem Gemeinderat Rugendorf gehört er nun auch schon zwölf Jahre an.

"Wir müssen Rugendorf wieder voranbringen. Wichtige Punkte sind die Sicherstellung der Wasserversorgung, die Ertüchtigung unserer Kläranlagen, die Erhaltung der Selbstständigkeit der Gemeinde und die Verbesserung der Infrastruktur", so Theuer. Dazu zählt er auch die Radwegenetzanbindung an Kulmbach, die Ausweisung weiterer Bauflächen zu vernünftigen Preisen, weitere Erschließung von schnellem Internet, die Förderung des Vereinswesens, einen aktiven Klimaschutz und die Unterstützung des Feuerwehrwesens.

28 bis 70 Jahre alt

Die Liste Pro Rugendorf, die vor sechs Jahren gegründet worden war, ist Theuer zufolge parteiunabhängig und müsse sich dadurch keinen fremden Zwängen beugen. Das Spektrum der Bewerber gehe durch alle Berufsgruppen und alle Gemeindeteile. Auch altersmäßig seien die Bewerber - von 28 bis 70 Jahre - breit gestreut. "Aus dem alten Gemeinderat treten fünf Bewerber erneut an. Man könne sagen ,Erfahrung gepaart mit frischem Wind'", so Theuer.

Als Versammlungsleiter bezeichnete Martin Weiß Rugendorf als eine führende Kommune im Landkreis Kulmbach. Vorausschauendes und aktives Handeln habe Rugendorf viele Dinge ermöglicht, mit denen andere heute ihre Probleme hätten. Weiß ging beispielsweise auf die Flurbereinigung ein, die bessere Wege, die Hochwasserfreilegung, die Kanalisation, ein Baugebiet und nicht zuletzt die Umgehungsstraße ermöglicht habe. Als neuere nannte er die Dorferneuerung, die Ansiedlung von Münch-Energie und den Neubau Kotte & Zeller. Sie seien mit der Ansiedlung weiterer Betriebe für die enorm guten Gewerbesteuereinnahmen verantwortlich. Dadurch habe Rugendorf auch seine Einwohner halten können.

Weiß zufolge ändere sich dies aber, er nannte den Verlust des Dorfladens und der Sparkassenfiliale als Beispiele. Pro Rugendorf trete an, um es besser zu machen, und habe deshalb einen eigenen Bürgermeisterkandidaten und Bewerber für die Gemeinderatswahl aufgestellt, um Rugendorf lebens- und liebenswert zu erhalten.

Schnaubelt als Gegenkandidat

Überraschend meldete sich dann Franz Schnaubelt zu Wort und erklärte, dass er sich auch vorstellen könne, für das Bürgermeisteramt zu kandieren. Somit standen Gerhard Theuer und Franz Schaubelt zur Wahl. Von den 78 Stimmen entfielen 53 auf Theuer und 25 auf Schnaubelt.

Die Liste der Kandidaten für den Gemeinderat wurde mit 74 Ja-Stimmen angenommen. Alphabetisch aufgeführt besteht sie aus Rainer Blüchel, Harald Gredlein, Johannes Heyl, Martin Hohlweg, Tobias Landa, Christian Manzer, Manfred Pöhlmann, Sebastian Popp, Frank Preußners, Matthias Rödel, Thomas Rösch, Alexander Schmidt, Elisabeth Schmidt-Hofmann, Franz Schnaubelt, Ralf Schuster, Klaus Sesselmann, Gerhard Theuer, Sabine Töpfer, Markus Weiß, Martin Weiß, Marco Wolf, Claudia Wunder, Sandra Zeitler und Martin Zirbs. Ersatzkandidatin ist Heidi Schmidt-Hofmann.