Georg Mönius, der Direktor der Raiffeisenbank Ebrachgrund, wurde am Montagabend in der Kulturscheune von Mühlhausen in den Ruhestand verabschiedet. Wachen-roths Bürgermeister Friedrich Gleitsmann (CSU), der Aufsichtsratvorsitzende der Raiba Ebrachgrund, hatte die Begrüßung übernommen und freute sich, so viele Gäste in der Kulturscheune willkommen zu heißen.
"Der Ruhestand sei dir nach 48 Dienstjahren gegönnt, nun kannst du deinen vielen Hobbys nachgehen, dich aufs Golfen, auf Tennis, aufs Theaterspielen, aufs Radfahren und mehr konzentrieren", sagte er an Mönius gewandt. Die Worte Zuverlässigkeit, Einsatzbereitschaft, Menschlichkeit, Kollegialität, vertrauensvolle Zusammenarbeit und mehr hörte man sehr oft an diesem Abend.


Am Handicap arbeiten

Die Vorstandskollegen Harald Wehner und Stefan Gebhardt schlossen sich den Ausführungen Gleitsmanns an und beschrieben den scheidenden Direktor als ausgeglichen, respektvoll, gelassen, mit viel Weitblick und als einen, der nie aufgegeben hat. Zum Abschied überreichten sie ihm einen Golfschläger und einen Gutschein für 15 Golf-Trainerstunden. "Jetzt haben Sie endlich Zeit, Ihr Handicap zu verbessern!"
Roland Streng, Regionaldirektor des Genossenschaftsverbands Bayern, ergänzte noch weitere Eigenschaften wie Durchhaltevermögen, Fleiß und gute Kondition. "Dies können Sie jetzt auch für Ihre Hobbys gebrauchen." Mönius habe die Bank all die Jahre geprägt. "Sie haben sich allen Herausforderungen gestellt und sich die ganzen Jahre dem Genossenschaftswesen gewidmet. Ihnen ist es gelungen, die Balance zwischen der Existenzsicherheit der Bank und der Zufriedenheit der Kunden sowie zwischen Tradition und Modernität zu halten."
Ihm sei die Verabschiedung zu einer schweren Pflicht geworden, und als Zeichen seiner Wertschätzung überreichte er Mönius eine Urkunde für 48 Jahre größtes Engagement. Zusätzlich steckte er ihm noch das "Raiba-Giebelkreuz" an, "das es ja eigentlich gar nicht mehr gibt."
Die Mitarbeiter stellten ihrem Chef in kurzweiliger Form ein gutes Arbeitszeugnis aus, und zur Erinnerung bekam er ein selbst gestaltetes Fotobuch.
Tief gerührt ergriff der scheidende Direktor selbst das Wort. "Ich habe mir den Abschied in dieser Kulturscheune gewünscht, weil mich der Zusammenhalt und die Zusammenarbeit des ganzen Ortes bei der Restaurierung dieser Scheune in den letzten zwei Jahren an unsere Genossenschaft erinnert. Was der eine nicht schafft, schaffen viele", betonte er. Für die Abschiedsgeschenke und die guten Wünsche bedankte er sich ganz besonders herzlich. "Damals bin ich mit 21 Jahren als jüngster Geschäftsstellenleiter gekommen und jetzt gehe ich als ältester in den Ruhestand."