Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat auf der Grünen Woche in Berlin das Markenkonzept für Genusshäuser in Oberfranken ausgezeichnet.
Die Idee, in Oberfranken sogenannte Genusshäuser zu etablieren, in denen die kulinarische Vielfalt Oberfrankens erlebt werden kann und in denen regionale Lebensmittel ganz besonders in Szene gesetzt werden sollen, entstand im Verein Genussregion Oberfranken im April 2015. Hierzu wurde zunächst eine Projektentwicklungsstudie auf den Weg gebracht, um Möglichkeiten und Ansätze für die Entwicklung von Genusshäusern zu suchen und zu recherchieren.
Diese Studie, so Ideengeber Handwerkskammer-Präsident Thomas Zimmer, wurde vom 1. Juni bis 30. Oktober federführend von Professor Uta Hengelhaupt durchgeführt.


Bundesweites Modellprojekt

Aus der ersten Idee und den Ergebnissen der Projektentwicklungsstudie werde jetzt ein eigenes Projekt, sogar ein bundesweites Modellprojekt, sagte Bernd Sauer, Kuratoriumsvorsitzender der Genussregion Oberfranken. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat die Projektidee "Aufbau eines Markenkonzepts für Genusshäuser" für das bundesweite Modell- und Demonstrationsvorhaben "Regionalität und Multifunktionshäuser" als Leuchtturm-Projekt ausgewählt. Ziel des Projekts wird es sein, ein Marken- und Marketingkonzept für Genusshäuser zu entwickeln, das neueste Erkenntnisse aus den Bereichen Marketing, Architektur, Design und Warenpräsentation berücksichtigt und damit regionale Lebensmittel und Spezialitäten ganz anders in Szene setzen soll. Damit soll die Marke Genusshaus auch für jüngere Zielgruppen attraktiver werden.


Von Fachleuten entwickelt

Das Marketingkonzept wird im Jahr 2016 von führenden Architekten, Designern und Marketingfachleuten entwickelt und kann ab Januar 2017 für Genusshäuser, aber auch von einzelnen Betrieben, genutzt werden, die sich den Zielen der Genussregion Oberfranken verschrieben haben. Und es kann auch auf andere Regionen Deutschlands übertragen werden. Denn jede Region hat ihre eigenen Spezialitäten.
Wobei die Genussregion Oberfranken natürlich am meisten zu bieten hat, waren sich Landrat Klaus-Peter Söllner und die Vertreter der Handwerkskammer einig.