Zum zweiten gemeinsamen Ausbildungstermin trafen sich am Samstag die Helferinnen und Helfer der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Kirchehrenbach und des Technischen Hilfswerks (THW) Kirchehrenbach bei strahlendem Sonnenschein, um Gerätschaften der jeweils anderen Organisation kennen zu lernen und das Arbeiten miteinander zu stärken.

Während im vergangenen Jahr die Planung von der FFW Kirchehrenbach erfolgte, übernahmen dieses Jahr Einheitsführer Stefan Lalla und Zugführer Volker Gebhard die Planung des Dienstes. Mit drei unterschiedlichen Aufgaben beschäftigten sich die Freiwilligen von FFW und THW am Samstagnachmittag. Neben der Fachausbildung sollte die Zusammenarbeit zwischen den beiden Organisationen gestärkt werden, so wurden die Mannschaften gemischt und in drei Gruppen unterteilt, um sich im Wechsel an allen drei Ausbildungsinhalten auszuprobieren.

Personenrettung

"Technische Hilfe auf Verkehrswegen" lautete eine der drei Stationen, an der sich die Helferinnen und Helfer versuchten. Unter Anleitung von Feuerwehrmann Rolf Bergmann probierten sie sich an verschiedenen Möglichkeiten der Personenrettung aus verunfallten Fahrzeugen. Hier lernten die THWler, welche unterschiedlichen Möglichkeiten der Feuerwehr zur Öffnung von Scheiben es gibt. Auch der Umgang mit Schere und Spreizer zum Öffnen von Autotüren. Als Beispiel einer Alternative demonstrierten die Feuerwehrler den THWlern noch die sogenannte Oslo-Methode, bei der ein schwer demoliertes Fahrzeug mittels Ketten und Festpunkten auseinandergezogen werden kann. So könnte ein Verletzter leichter aus dem Fahrzeug gerettet werden.

An einer weiteren Station erfuhren die Feuerwehrler, welche Möglichkeiten das Einsatzgerüstsystem (EGS) des THW bietet. Fachmann Christian Redel vom THW Kirchehrenbach baute mit den Ehrenamtlichen mittel dem EGS einen Fußgängersteg über den Ehrenbach, wie er zum Beispiel nach Hochwassern zum Einsatz kommt, wenn Brücken zerstört wurden. Da bei den meisten Einsätzen ein Zugang nur von einer Seite des Gewässers möglich ist, wurde die Ausbildung des Steges vorbereitet und ausgelegt.

Vollbepackt mit neuem Wissen und Eindrücken beendeten die Ehrenamtlichen mit ihren roten und blauen Fahrzeugen den Dienst bei einem gemeinsamen Grillen in der THW Unterkunft, an dem sie sich noch ausgiebig austauschen konnten. red