Unter dem Motto "Ausbildung und Material - ein Verbund für den infanteristischen Erfolg" tagte der Förderkreis des Deutschen Heeres e.V. am 7. und 8. März am Ausbildungszentrum Infanterie in Hammelburg.
"Ziel des Symposiums ist die Förderung unserer gemeinschaftlichen Interessen zum Wohle der Landstreitkräfte", gab der Präsident des Förderkreises des Deutschen Heeres, Generalmajor außer Dienst Wolfgang Köpke, bei seiner Begrüßung bekannt. Der Einladung folgten knapp 100 Entscheidungsträger aus Bundeswehr, Rüstungsindustrie und Politik. Gemeinsam sahen sie 22 Kurzvorträge mit anschließenden, teils lebhaften Diskussionen zu aktuellen Entwicklungen und künftigen Handlungsfeldern.


Ausrüstung und Ausbildung

Im Vorprogramm des Symposiums präsentierte ein Stationskreislauf, "was uns hier tagtäglich bewegt", wie der Kommandeur des Ausbildungszentrums Infanterie und General der Infanterie, Brigadegeneral Andreas Hannemann, erläuterte. Im Einzelnen präsentierten die Stationen effektive Ausbildungstechnologie sowie moderne Ausrüstung und Ausbildungsmittel. So wurde unter anderem am Beispiel der Software "Virtual Battlespace 3" gezeigt, wie Digitaltechnik die Ausbildung unterstützt und Ressourcen spart.


Forderungen für die Zukunft

Die weiteren Stationen zeigten auf, in welche Richtung sich die Ausrüstung der Infanterie entwickeln soll: Da der Infanterist seine Bewaffnung und Ausrüstung hauptsächlich selbst tragen muss, ist es von zentraler Bedeutung, dass technische Entwicklungen ein möglichst geringes Gewicht haben und über eine einfache Bedienung für Stresssituationen im Gefecht verfügen. Darüber hinaus gelte es, bereits auf dem Markt verfügbare Möglichkeiten, wie Farbmarkierungsmunition oder Aufbrechwerkzeuge für den Häuserkampf, möglichst breit in der Ausbildung der Infanterie einzusetzen.
Die Vorträge des Tages griffen diese Forderungen auf und beschäftigten sich mit aktuellen Entwicklungen und Angeboten der Rüstungsindustrie. So könnte die "Augmented" und "Virtual Reality" künftig die militärische Ausbildung unterstützen. Ebenso wurde die neue Übungsanlage "Schnöggersburg" im Übungszentrum des Heeres in Sachsen-Anhalt vorgestellt. Der Tag endete mit einer gemeinsamen Abendveranstaltung auf Schloss Saaleck.
Den zweiten Tag eröffnete Generalmajor a.D. Köpke "in der Hoffnung auf genauso lebhafte Diskussionen wie gestern". Inhaltlich ging es um die Weiterentwicklung der Kampfbekleidung, Energieversorgung sowie Gefechtsfahrzeuge und neue Waffensysteme. Zum Fazit der Veranstaltung äußerte Köpke: "Die Infanterie ist hochmodern. Gleichwohl gibt es qualitative und quantitative Ausstattungslücken. Wir alle können künftig dabei helfen, diese zu beseitigen." Jan Volkmann