Mit einer zeitlichen Beschränkung erteilten die Räte das gemeindliche Einvernehmen zum Betrieb einer mobilen Brechanlage für Bauschuttrecycling am Ortseingang von Steppach.

Bei der Entscheidung, die einstimmig fiel, wurde der Wunsch berücksichtigt auf die Erhaltung des Unternehmens, der Sambacher Firma Butzbacher, wie auch der damit zusammenhängenden Arbeitsplätze. Der Antrag lag bereits in der Februar-Sitzung auf dem Tisch, wurde jedoch zunächst zurückgestellt. Vor der Behandlung wollte sich das Ratsgremium erst ein Bild vor Ort machen.

Nicht erschlossen

Das Vorhaben liegt im Außenbereich und grenzt an das Gebiet des nicht rechtskräftigen Bebauungsplans "Gewerbegebiet Steppach" an. Es ist nicht erschlossen, da es im Außenbereich liegt. Im Flächennutzungsplan ist das Grundstück jedoch als Gewerbegebiet dargestellt. Die verkehrsmäßige Erschließung sei von der Ortsstraße Industriestraße herzustellen, hatte die Verwaltung erklärt. Die Zufahrt könne nur über ein Geh- und Fahrtrecht über das Grundstück 862/1 erfolgen und müsse durch den Betreiber selbst hergestellt und unterhalten werden. Wasser- und Abwasserversorgung seien - wenn nötig - ebenfalls auf Kosten des Betreibers herzustellen.

In der Sitzung wurde der Antrag lebhaft diskutiert. Kritisch sahen einige Räte, dass die Brechanlage von der Staatsstraße einzusehen wäre und Lärm zu erwarten sei. Klaus Escher sieht in der beantragten Anlage eine Nutzungsänderung, durch die Ackerland in ein Gewerbegebiet umgewandelt werde. Die zunächst ins Auge gefasste zeitliche Begrenzung bis Jahresende 2020 wurde auf Ersuchen des Bauunternehmers bis Jahresende 2021 ausgedehnt.

Alles muss wieder weg

Klaus Escher legte Wert darauf, dass das Grundstück bis zum Ablauf dieser Frist wieder vollständig geräumt sein muss. Das wurde in den Beschluss aufgenommen.

Ebenfalls festgeschrieben wurde, dass die jährliche Lagermenge maximal 800 Kubikmeter betragen darf. Nach einem Ersatzgrundstück soll gesucht werden. Der Antrag der Firma Butzbacher wird nun zur weiteren Bearbeitung und Prüfung an das Landratsamt Bamberg als Genehmigungsbehörde weitergeleitet.