VON Susanne Herrmann

Kulmbach — Mit einem Schuldenberg von zusammen rund 88,96 Millionen Euro starteten die Gemeinden im Kreis Kulmbach ins Jahr 2014. Das waren 3,48 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Bezogen auf ganz Bayern sanken die Schulden der kommunalen Kernhaushalte zum Stichtag 31. Dezember 2013 auf 12,94 Milliarden Euro.
Mit dem Schuldenminus seiner kommunalen Kernhaushalte liegt der Kreis Kulmbach landesweit also voll im Trend. Im Freistaat Bayern reduzierten die Gemeinden und Gemeindeverbände den Schuldenstand ihrer Kernhaushalte gegenüber dem Vorjahresstichtag Ende 2012 um 556,40 Millionen Euro auf rund 12,94 Milliarden Euro. Nicht enthalten in dieser Summe sind allerdings die Verbindlichkeiten der Extrahaushalte und sonstigen öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen, an denen die Kommunen unmittelbar oder mittelbar beteiligt sind, wie beispielsweise die Eigenbetriebe.


Liquiditätsengpässe ausgeglichen

Zurück zum Landkreis Kulmbach: Wertpapierschulden gab es hier erfreulicherweise nicht. Ein positives Zeichen ist es, wenn die Kommunen keine Kassenkredite aufnehmen müssen, um zahlungsfähig zu bleiben. Das traf allerdings im Jahr 2013 im Landkreis Kulmbach leider nicht auf alle Kommunen zu: Hier mussten rund 1,62 Millionen Euro als Darlehen aufgenommen werden, um Liquiditätsengpässe auszugleichen, damit der Verwaltungsapparat mancherorts rund lief.
Somit war man im nicht-öffentlichen Bereich mit 87,21 Millionen Euro durch Kredite bei Banken und Sparkassen verschuldet, weitere 1,62 Millionen Euro entfielen auf Kassenkredite. Im öffentlichen Bereich lag die Schuldensumme bei rund 133 000 Euro.
Umgerechnet auf die Einwohnerzahl belief sich die entsprechende Pro-Kopf-Verschuldung im Landkreis Kulmbachdurchschnittlich auf 1218 Euro (2012 auf 1255 Euro). Das war eine höhere Summe als im Landesdurchschnitt, den die Statistiker mit 1031 angeben.


Schweinfurt glänzt

Dabei reicht die Spanne von 3700 (Landkreis Wunsiedel) bis hinunter auf 19 Euro pro Kopf - ein Wert, mit dem die Stadt Schweinfurt glänzen kann.
Unterm Strich entwickelten sich die Schuldenverhältnisse der Kernhaushalte folgendermaßen: Im Jahr 2010 kamen rund 100,30 Millionen Euro zusammen, 2011 sank die Summe auf 97,03 Millionen Euro. Zum Jahresende 2012 meldeten die Statistiker dann 92,44 Millionen Euro Schulden, und zum Jahresende 2013 waren es nun 88,96 Millionen Euro.