von unserer Mitarbeiterin Evi Seeger

Vestenbergsgreuth — Dass die "Errichtung einer Ökokontofläche" ein überaus komplexes Thema ist, zeigten die Erläuterungen von Brigitte Horak im Vestenbergsgreuther Sitzungssaal. Die Landschaftsarchitektin hatte eine Fläche bei Weickersdorf, die in das gemeindliche Ökokonto eingestellt werden soll, überplant und dazu die Herstellungs- und Unterhaltskosten ermittelt.
Die Marktgemeinde hatte die Fläche eigens dafür gekauft, um eine Ausgleichsfläche für Bauvorhaben zur Verfügung zu haben. Sie könne anteilig sowohl für gemeindliche als auch für private Vorhaben Verwendung finden, erklärte Bürgermeister Helmut Lottes (CSU/UB). Sofern Teile der Fläche für private Maßnahmen in Anspruch genommen werden, müssten die Kosten "zu hundert Prozent umgelegt werden", erklärte VG-Geschäftsleiter Norbert Stoll.
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Ein Areal mit Potenzial

Die Fläche, insgesamt mehr als 12 000 Quadratmeter, weise im Istzustand unterschiedlichsten Bestand aus, erklärte Horak. Es gebe Schlehenhecken, Einzelbäume, eine Pferdekoppel, dazu drei verschiedene Typen von Grünland mit Sandnelken, Silberfingerkraut, Thymian, wilder Möhre und anderem mehr.
Die Fläche habe das Potenzial sich zum "Zielzustand" zu entwickeln, so Horak. Die Pflanzung von Bäumen und Sträuchern, die Gliederung durch Heckenstreifen und Lesesteinhaufen für verschiedene Tierarten würden zur höheren Wertigkeit beitragen. Die Bewertung erfolge nach einem Punktesystem. Eine "Verzinsung" durch einen Zuschlag von Wertpunkten sei möglich.
Das Ganze werde über die Untere Naturschutzbehörde abgewickelt. Für die Herstellung hatte die Planerin Kosten von knapp 4200 Euro ermittelt. Sie wurden vom Gremium genehmigt. Hinzu kommen die Planungskosten in Höhe 3000 Euro und die Pflegekosten, die pro Mahd mit 280 Euro veranschlagt wurden.