Der Gemeindehaushalt 2018 ist geprägt von der geplanten Erweiterung und Sanierung des Kindergartens. Von den geschätzten Gesamtkosten von 2,5 Millionen sind in diesem Jahr 1,11 Millionen angesetzt. Dafür muss ein Kredit in fast gleicher Höhe aufgenommen werden.
In der Sitzung am Dienstag legte VG-Kämmerer Tobias Weiß das Zahlenwerk mit einem Gesamtvolumen von 6,7 Millionen (Verwaltungshaushalt 3,7 Millionen, Vermögenshaushalt 3,0 Millionen) vor. Das Gremium verabschiedete den Etat ohne weitere Debatte.
Mit der Sanierung des Gebäudes und einem Anbau für zwei Krippengruppen sollen die benötigten und bereits von der Aufsichtsbehörde bestätigten Kita-Plätze geschaffen werden. Die Kirchengemeinde als Träger der Einrichtung werde sich mit 160 000 Euro an den Kosten beteiligen, berichtete Weiß. An staatlichen Fördermitteln werden gut 1,2 Millionen erwartet. Die Gemeinde werde mit der Kirche einen Erbpachtvertrag schließen.


Ein großer Brocken

Ein weiterer großer Brocken ist die Sanierung des Kleebauernhauses, die mit 320 000 Euro ausgewiesen sind. Darauf erwartet die Gemeinde jedoch eine hohe Förderung.
Mit 363 000 Euro schlägt die Erschließung des Baugebiets in Ailsbach mit Straße, Wasser und Abwasser zu Buche. Sieben Bauplätze werden in diesem Ortsteil ausgewiesen, frei sind aber tatsächlich nur noch drei Parzellen.
Auch im Baugebiet "Alter Sportplatz", Bauabschnitt II, habe die Gemeinde die 26 Grundstücke innerhalb kurzer Zeit verkauft, so der Kämmerer. Aktuell stünden keine Baugrundstücke mehr zur Verfügung. Um Bauplätze anbieten zu können, will die Marktgemeinde daher den dritten Bauabschnitt "Alter Sportplatz" vorantreiben.
Ganz ähnlich schaut es bei den Gewerbeflächen aus: Zwar kann die Gemeinde im neuen Gewerbegebiet "Edelgraben II" eine Teilfläche erschließen. Dafür stehen jedoch bereits Interessenten - vor allem ortsansässige Betriebe, die erweitern möchten - an. Die Gemeinde denkt bereits daran, das Gewerbegebiet "Edelgraben I" zu realisieren. Dies soll über eine Erschließungsträgerschaft abgewickelt werden.
Aus dem Haushaltsjahr 2017 konnte der Kämmerer durchwegs Positives berichten. Die Einnahmen hätten größtenteils über den Erwartungen gelegen. Durch das positive Jahresergebnis konnten dem Vermögenshaushalt fast 130 000 Euro mehr zugeführt werden, als im Ansatz erwartet worden war.


Kein Griff in die Rücklagen

Durch die geringe Investitionstätigkeit in 2017 musste auch nicht auf die Rücklagen zurückgegriffen werden. Es konnten sogar noch 449 054 Euro zugeführt werden, so dass Lonnerstadt zum Jahresende 2017 mehr als 900 000 Euro auf der hohen Kante hatte. Im laufenden Jahr müssen allerdings 840 000 Euro entnommen werden, so dass am Ende knapp 78 000 Euro übrig bleiben werden. Wäre noch der Restbetrag in Höhe von 250 000 Euro zu nennen, der an die Stadt Höchstadt geht als Lonnerstadter Investitionsanteil an der dortigen Kläranlage. Eine erste Zahlung von 500 000 Euro hat Lonnerstadt bereits geleistet.
"Konservativ" hat Weiß die Gewerbesteuereinnahme im Verwaltungshaushalt mit 290 000 Euro angesetzt. Fast so hoch sind mit 271 000 Euro die Einnahmen aus der Grundsteuer. Als Einkommensteueranteil erwartet er knapp 1,3 Millionen und an Schlüsselzuweisung 542 000 Euro.
Im Verwaltungshaushalt soll eine Zuführung von 212 300 Euro erwirtschaftet werden. Nach Abzug der Tilgungsleistungen von 139 400 Euro verbleibt eine freie Finanzspanne von 72 900 Euro.