Georg Eichhorn ist Chef des Hirschaider Ordnungsamtes. Bei ihm sind immer wieder Mitteilungen vom kommunalen Parküberwachungsdienst und von den Schulweghelfern eingegangen, dass es durch Fahrradfahrer, die in falscher Fahrtrichtung gefahren sind, zu gefährlichen Situationen oder Unfällen gekommen ist. Das hat er zum Anlass genommen, entsprechende Schilder zu entwerfen und aufstellen zu lassen.

Fahrradunfälle ereignen sich immer häufiger durch fehlerhafte Straßennutzung, Vorfahrtsverletzungen und Fehler beim Abbiegen. Mit einer Beschilderungsaktion will der Markt Hirschaid jetzt speziell die Zielgruppe der besonders auffällig vertretenen "Geisterradler" sensibilisieren.

Auch in Hirschaid kommt es immer wieder zu Verkehrsunfällen mit Beteiligung von Radfahrern. Insbesondere in der Maximilianstraße, in der Luitpoldstraße und auf der Rhein-Main-Donaukanal-Brücke sind immer wieder auch Jugendliche beteiligt. An diesen Unfallschwerpunkten sind nun "Geisterradler"-Warnschilder für diejenigen Radfahrer zu sehen, die in falscher Fahrtrichtung auf den Radwegen unterwegs sind.

Georg Eichhorn wies in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass die Straßenverkehrsordnung (StVO) auch für Radfahrer gilt und Verstöße mit Bußgeldern und Punkten bestraft werden können.

Zur offiziellen Vorstellung der neuen Warnschilder war auch Landrat Johann Kalb (CSU) gekommen, der in diesem Zusammenhang die Anstrengungen der Kommune lobte, "für mehr Sicherheit im Straßenverkehr für alle Verkehrsteilnehmer zu werben".

Für Hirschaids Bürgermeister Klaus Homann (CSU) ist die Aktion ganz wichtig, hat er doch auch in den Bürgerversammlungen immer wieder Klagen zu diesem Thema vernommen.

Die kommunale Verkehrsüberwachung wird hier verstärkt kontrollieren. Sollte dies zu keiner Verbesserung des Verhaltens der Fahrradfahrer führen, dann wird man Verstöße zukünftig auch mit einem Verwarnungsgeld ahnden.