Bei der Sitzung des Gemeinderates Oberaurach wurde am Donnerstag beschlossen, dass im Zuge der Erneuerung der Staatsstraße 2274 zwischen Dankenfeld und Schindelsee der bestehende Gehsteig am Ortsausgang von Dankenfeld weitergeführt werden soll. Die Bauarbeiten sind bereits im Gange. Der 300 Meter lange Gehweg, der bis zur Einmündung "Seesbühl" reichen wird, erhält keine Straßenbeleuchtung, erklärte Bürgermeister Thomas Sechser (CSU). Auf Vorschlag von Gemeinderat Klaus Thomas wird jedoch geprüft, ob Leerrohre verlegt werden können, um einen eventuellen späteren Ausbau mit Straßenlaternen zu erleichtern.

142 000 Euro Gesamtkosten

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 142 000 Euro, die auch die Grunderwerbskosten, die Vermessung sowie eine Entschädigung für das staatliche Bauamt für die Übernahme der Planung, der Bauleitung und sonstiger Verwaltungsaufgaben beinhalten. Eine entsprechende Vereinbarung wurde mit dem staatlichen Bauamt geschlossen. Die Gemeinde stellt einen Zuschussantrag und wird voraussichtlich aus Finanzausgleichsmitteln eine Förderung in Höhe von 60 bis 65 Prozent erhalten.

Nachdem der Gemeinderat dem Baubauungsplanentwurf "Hinter der Quelle" in Kirchaich in einer seiner letzten Sitzungen beschlossen hatte, wurde das förmliche Verfahren mit der Öffentlichkeitsbeteiligung und der Anhörung der Träger öffentlicher Belange durchgeführt. Während der öffentlichen Auslegung wurden keine Einwendungen oder Hinweise vorgetragen. Die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange erläuterte Bürgermeister Sechser den Gemeinderatsmitgliedern, die diese zur Kenntnis nahmen. Notwendige Änderungen werden in den Plan eingearbeitet und den Behörden wird noch einmal Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Auch erfolgt eine öffentliche Auslegung der Unterlagen.

Drei Bauanträge und vier Bauvoranfragen wurden jeweils ohne Gegenstimme gebilligt. Hier war auch eine Bauvoranfrage der besonderen Art dabei: Ein Bauherr aus dem Landkreis Bamberg beabsichtigt, ein Wohnhaus in der Ortsmitte von Kirchaich zu kaufen und dieses nach einer Sanierung als sogenanntes Boardinghaus zu nutzen. Hier werden Zimmer oder Apartments mit hotelähnlichen Leistungen vermietet.

Was ist ein Boardinghaus?

Im Gegensatz zu einem Hotel ist in einem Boardinghaus ein längerer Aufenthalt geplant. Die Zimmer sollen vor allem von Firmen genutzt werden, die über längere Zeit Mitarbeiter für bestimmte Projekte in die Region entsenden. Das Wohngebäude wird saniert und bleibt optisch ein Wohngebäude ohne äußerliche bauliche Veränderungen. Eine angrenzende Lagerhalle soll ebenfalls mit Apartments ausgebaut werden. Mit Ausnahme der Reinigung bietet der Bauherr keine anderen Dienstleistungen an. In den Zimmern ist eine eigenständige Haushaltsführung vorgesehen.

Da laut Verwaltung keine Versagung des gemeindlichen Einvernehmens möglich ist, stimmte der Gemeinderat zu.