In der Sitzung des Agenda-Beirates gab es auch einen Bericht aus dem Arbeitskreis NaLawTiLa. Er befasst sich mit Natur und Landschaft, Zukunftsperspektiven der Landwirtschaft und der Förderung der artgerechten Tierhaltung.

Beate Lotter stellt in Vertretung von Gerhard Häfner die Ergebnisse des Volksbegehrens "Rettet die Bienen!" vor. Die höchste Zustimmung, nämlich (20,6 Prozent, konnte im Regierungsbezirk Mittelfranken erzielt werden. Im Landkreis Erlangen-Höchstadt liegt Herzogenaurach laut Bericht mit 18,76 Prozent Zustimmung im oberen Drittel der Gemeinden.

Beate Lotter äußerte die Überzeugung, das neue weltweite Artensterben sei "menschengemacht". So heißt es in dem Protokoll zur Beiratssitzung, das von der städtischen Umweltbeauftragten Monika Preinl verschickt wurde.

Jeder einzelne Bürger, so stellte Lotter fest, könne seinen Beitrag für mehr Artenvielfalt leisten. Sei es darin, seinen eigenen Lebensstil zu überdenken, beim Einkauf auf Nachhaltigkeit zu achten, beim "Auto-Fasten" oder sich in der Politik oder bei Natur- und Umweltverbänden zu engagieren.

Gründe für das Artensterben seien unter anderem Lebensraumverlust und Verschlechterung der Habitate, Versiegelung der Landschaft, Beeinträchtigung von Gewässern, Eintrag von Nähr- und Schadstoffen, Nutzungsintensivierung, Lichtverschmutzung, Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Steinwüsten statt blühende Pflanzen in Privatgärten.

Bürgermeister German Hacker erklärte, dass bei neuen Wohnbaugebieten im Bebauungsplan entsprechende Festsetzungen für naturnahe Gestaltung der Privatgärten (Baumpflanzung, Baum- und Straucharten) getroffen werden können. Für Privatgärten im Bestand gebe es leider keine rechtlichen Instrumente. red