Das Kommunale Investitionsförderprogramm (KIB) war Thema bei der jüngsten Bürgermeisterdienstbesprechung. 12,29 Millionen Euro sollen so in den Landkreis Forchheim fließen, wohl verteilt auf alle 29 Gemeinden, denn sie alle fallen unter die Förderkriterien. Auch Kirchehrenbach möchte seinen Anteil haben - für die Schule, stehen doch hier in nächster Zeit große Sanierungsmaßnahmen an.
Denn um die Bausubstanz steht es nicht zum Besten. Sie soll von Fachleuten begutachtet werden, um den Sanierungsbedarf festzulegen. Allerdings werden die nötigen Baumaßnahmen die Drei-Millionen-Grenze nicht erreichen und so nicht nach dem FAG förderfähig sein.
"Wir sollten uns auf die Schule konzentrieren", gab denn auch Bürgermeisterin Anja Gebhardt (SPD) für die Ratsdiskussion vor. Bekannt ist schon heute, dass in den Gebäudetrakt mit der Elektrospeicherheizung über 800 000 Euro investiert werden müssen, für den Bauteil von 1970 mit einer erneuerungsbedürftigen Ölzentralheizung geht man von Kosten von 336 000 Euro aus. Da die Gelder gerecht verteilt werden sollen, d. h. Gemeinden, die bislang nicht gefördert werden konnten, bei der Verteilung vorrangig behandelt werden, wurde den Kommunen angeraten, eine Prioritätenliste der angestrebten Maßnahmen aufzustellen, berichtete Gebhardt weiter. An die erste Position stellte sie deshalb die Fenstererneuerung. Sie soll rund 550 000 Euro kosten. Die zweite Stelle nimmt die Dämmung für den ersten Bautrakt ein und als Drittes wird die Heizungserneuerung aufgenommen. Hier liegen die Kosten bei knapp 400 000 Euro.
Ohne Diskussion stimmte der Gemeinderat diesem Vorschlag zu. Gebhardt rechnet sich gute Chancen aus, denn Kunreuth hat bereits signalisiert, es werde keinen eigenen Förderantrag stellen. Ihr "Anteil" soll in die Mittelschule Kirchehrenbach fließen, die auch von Kunreuther Kindern besucht wird.
Die Egelseewiesen Richtung Pretzfeld sollen als Ausgleichsflächen für die jüngsten Baugebiete und Gewerbeflächen aufgewertet werden. Deswegen hat der Rat ein Pflege- und Entwicklungskonzept in Auftrag gegeben. Offen ist noch die Frage der Bewässerung. Gebhardt hofft, dass das erhaltene Wehr an der Wiesent wieder reaktiviert werden kann. Siegfried Adami (SPD) machte sich Sorgen um die Kosten der gesamten Maßnahme. Doch hier wehrte die Bürgermeisterin ab: "Die müssen wir aufwenden, um die nötigen Ausgleichsflächen bereitzustellen."
Zweimal musste der Rat eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans aussprechen, jeweils für Garagenneubauten. Im Bebauungsplan Lindenanger-Nord sind nur Flachdachgaragen vorgesehen. Hier möchte ein Bauwerber eine Garage und einen Carport mit einem geneigten Dach. Der Bebauungsplan für den Eichanger dagegen sieht Sattel- oder Walmdächer mit starker Neigung vor. Hier will jemand eine Garage mit einem flach geneigten Pultdach bauen.
Die widersprüchlichen Festsetzungen stachen Siegfried Adami (SPD) ins Auge. Er fragte nach, ob man die gemeindlichen Bebauungspläne nicht vereinheitlichen könne. Wegen des Arbeitsaufwands für Rat und Verwaltung sieht man davon ab. Alternativ könnten in den Gebieten, die vollständig bebaut sind, die alten Bebauungspläne aufgehoben werden. Dann gilt das Baugesetzbuch, das von Neubauten nur fordert, sich in die nähere Umgebung einzufügen.