Wer Land im Bamberger Welterbegebiet bestellt, kann finanzielle Unterstützung in Form der Gartenbauprämie erfahren. Nach der Premiere im Jahr 2018 wird das Programm nun wieder aufgelegt, teilt die städtische Pressestelle aus dem Rathaus mit.

Die "Altstadt von Bamberg" ist als Flächendenkmal in die Liste des Unesco-Welterbes eingetragen. Ein Grund dafür ist ihre mittelalterliche Stadtstruktur, die zu Teilen auf den deutschlandweit einzigartigen historischen Anbauflächen der Bamberger Gärtnerstadt basiert. Sie bestimmen das Stadtbild, das kulturelle Leben und die Wirtschaft. Da die Bewirtschaftung vieler Felder stark abgenommen hat, will die Stadt Bamberg Eigentümer und Pächter solcher Grundstücke künftig durch die sogenannte Gartenbauprämie unterstützen.

Die Gartenbauprämie dient "der Erhaltung beziehungsweise der Wiederherstellung des denkmalgerechten Zustandes historischer Anbauflächen im Welterbegebiet und seiner Pufferzone", erläutert Welterbemanagerin Patricia Alberth. Das Zentrum Welterbe Bamberg fördert den urbanen Gartenbau, den Anbau lokaler Gemüsesorten und das immaterielle Kulturerbe der Bamberger Gärtner in vielerlei Hinsicht. "Die Prämie ist allerdings nicht als Wirtschaftsförderung, sondern als Würdigung für die Arbeit der Bewirtschaftenden zu verstehen", so Bürgermeister Christian Lange (CSU) in der Mitteilung.

Dafür bewerben können sich Privatpersonen und gemeinnützige Interessenten wie der Bamberger Sortengarten und das Gärtner- und Häckermuseum. Voraussetzung für die Zuwendung ist eine bewirtschaftete Fläche von mindestens 100 Quadratmetern, auf der Gemüse-, Obst-, Beerenbau oder eine andere Sonderform (z. B. solidarische Landwirtschaft, Selbsterntegarten) betrieben wird. Die Förderrichtlinien und das Antragsformular können online abgerufen werden unter www.welterbe.bamberg.de. Die Antragsfrist endet am 31. Juli 2019. red