Die Mitgliederversammlung des Stadtverbandes für Sport e. V. war in diesem Jahr fast eine Art Routine-Veranstaltung, ohne Neuwahlen und Krisenbewältigung. Trotzdem gab es natürlich eine Menge an Themen auf der Tagesordnung.
In seiner Begrüßungsrede dankte Erster Vorsitzender Wolfgang Reichmann allen ehrenamtlichen Mitarbeitern im Stadtverband für die exzellente Unterstützung und Zusammenarbeit. So waren bei nahezu allen 29 Stadtmeisterschaften vom Apnoe-Tauchen über Badminton, Kanu, Rollkunstlauf, Schach, Golf, Kaiserdomlauf, Fechten, Turnen und allen Fußballmeisterschaften, ob groß ob klein, ob in der Halle oder Outdoor, Vertreter des Stadtverbandes anwesend und überreichten für Sieger, Siegerinnen und Mannschaften insgesamt 16 822 Gold-, Silber- und Bronzemedaillen und 2786 Urkunden.
Auch die Homepage www.sportverband-bamberg.de verzeichnete bisher unglaubliche 35 044 Klicks, und auf Facebook werden 115 Abonnenten über alle Veröffentlichungen informiert. Das, so Reichmann, beweise eindrucksvoll, dass die Stadtmeisterschaften und mit ihnen der Stadtverband auch in den sozialen Netzwerken an Bedeutung gewonnen hätten. Immerhin gehören dem Stadtverband für Sport e. V. insgesamt 60 Vereine unterschiedlichster Sportarten an, die ihn mit rund 40 000 Mitgliedern zu dem größten Verein in der Region machen.
Deshalb ließ es sich auch die neue Sportamtsleiterin und Nachfolgerin von Rainer Hennemann, Katrin Jakisch, nicht nehmen, ihren Antrittsbesuch mit einem ersten Informationsaustausch zu verbinden.
Bürgermeister Christian Lange betonte in seiner Rede seine ganz persönliche Verbundenheit zum Sport und zum Stadtverband, den er als Podium zwischen Vereinen und Verwaltung als unabdingbar bezeichnete. Er dankte dem Stadtrat für die parteiübergreifende Bewilligung von 236 000 Euro für den Sport in der Stadt, womit erneut keinerlei Kürzungen vorgenommen worden seien. Lange wies mit gewissem Stolz darauf hin, dass das Gaustadter Sportzentrum, die Graf-Stauffenberg-Halle, das Uni-Gelände an der Armeestraße und die Kennedy-Halle mit beachtlichen Investitionen Schritt für Schritt realisiert würden. Und selbst eine BFJ-Stelle habe der Sportsenat beschlossen, um die Bamberger Vereine über den Stadtverband noch besser zu unterstützen.
Als kleinen Wermutstropfen in die ansonsten erfreuliche Bilanz beklagte Wolfgang Reichmann, dass das vereinseigene Busmobil, das allen Mitgliedern zu günstigsten Konditionen zur Verfügung steht, durch kurzfristige Stornierungen für andere Vereine dann nicht genutzt werden konnte. Hier wird in Zukunft eine Gebühr erhoben.
Die nach 25-jähriger Pause zum dritten Male wieder aus der Taufe gehobene Stadtmeisterschaft der Großen im Fußball wird in diesem Jahr am 7. Juli im Fuchsparkstadion stattfinden.
Nach einem Jahr vieler Neuerungen in der Außen- aber auch Innendarstellung lässt sich so das abgelaufene Jahr unter der Überschrift "Konsolidierung" zusammenfassen. Das Thema Sportentwicklungsplan, Öffnung mancher Schulturnhallen in den Ferien und noch engerer Austausch von Vereinen mit dem Stadtverband stehen für die Zukunft auf der Agenda 2018. Hier will sich der Stadtverband verstärkt einbringen, um ein noch größeres Gewicht den Bamberger Sportvereinen zu verleihen. Denn in einem Punkt waren sich alle einig: Der Sport mit seinen gesundheitlichen, sozialen und integrativen Werten ist ein wichtiger Bestandteil für die Lebensqualität in der Region. red