Dieter Scherbel, die Galionsfigur der Itzgründer Gemeindeverwaltung, verlässt im Rahmen der Altersteilzeit nach erfolgreichem Wirken so nach und nach seinen Arbeitsplatz als Geschäftsleiter.

Bei der Gemeinderatssitzung wurde Sandra Kob als seine Nachfolgerin vorgestellt. Scherbel will sie in das wahrhaft nicht leichte und vielseitige Amt einarbeiten. Somit findet im Itzgrund ein größerer Einschnitt in der kommunalen Verwaltung statt, denn auch Bürgermeister Werner Thomas (SPD) wird für die nächste Amtsperiode, die am 1. Mai 2020 beginnt, nicht mehr zur Verfügung stehen.

Die 29-jährige Nachfolgerin Sandra Kob kommt aus Lautertal, legte 2009 ihr Fachabitur ab und war zuletzt beim Ordnungsamt der Stadt Coburg tätig. "Ich wünsche einen guten Start und viel Erfolg", so Bürgermeister Thomas.

Carsharing kommt

Die Gemeinde wird ein Carsharing-Modell anbieten. Der Gemeinderat gab dem Bürgermeister grünes Licht, um entsprechende Vertragsverhandlungen mit einer Car-Sharing-Firma zu führen. Thomas stellt sich dabei ein neunsitziges Fahrzeug vor, das im Ort Kaltenbrunn auf einem kommunalen Platz abgestellt werden soll und per App angemietet werden kann. Auch Privatpersonen können anmieten. Für die Gemeinde fallen keine Anschaffungs- und Unterhaltskosten an. Die Miet-Tagespauschale beträgt 39,90 Euro, eine stundenweise Anmietung liegt bei 4,90 Euro. Vor der Fahrzeugrückgabe ist der Tank wieder zu füllen. Die bisherige Lösung über den Bürgerbus stufte Thomas als nicht einfache rechtliche Lösung ein. "Das Car-Sharing-Konzept hört sich schlüssig an", meinte er dagegen. Zur wasserwirtschaftliche Maßnahme Eggenbach im Rahmen der Dorferneuerung Lahm stellte Thomas fest, dass sie sich erheblich verteuern könnte. Zum einen müssten an einigen Stellen Absturzsicherungen zum Eggenbach hin angebracht werden und zum anderen lägen weitere Bürgerwünsche über die Umgestaltung des Dorfteiches mit Eggenbach-Zufluss vor. Bis zur endgültigen Beschlussfassung im Gemeinderat muss die Teilnehmergemeinschaft Vorschläge vorlegen, die insbesondere den Mehraufwand für die Gestaltung beinhalten.

Das Amt für Ländliche Entwicklung muss auch noch zustimmen. Erst dann können Ausschreibungen vorgenommen werden. Genannt wurden vom Bürgermeister verschiedene Zusatzkostenvarianten, die bei 100 000 Euro liegen dürften. Erwartet wird eine 65-prozentige Förderung. "Bei diesen Mehrkosten muss man erst mal schlucken", meinte Gemeinderätin Barbara Leicht (FWI).

Itzgrundhalle im Zeitplan

Die weitere Großbaustelle der Gemeinde, die Baumaßnahme Itzgrundhalle, liegt im Rahmen der Terminplanung, so dass das Dach noch vor Weihnachten abgedeckt sein soll. Die Zimmererarbeiten beginnen nächste Woche, und es werden bei diesem Gewerk Mehrkosten von 5000 Euro erwartet.

Eventuell Photovoltaikanlage

Über eine Dach-Photovoltaikanlage mit einem Mehraufwand von geschätzten 25 000 Euro wird noch nachgedacht. Die Ausführungen des Bürgermeisters wurden vom Gremium zur Kenntnis genommen.

Als Gemeindewahlleiter für die im März 2020 anstehende Kommunalwahl wurde Werner Thomas bestimmt, seine Stellvertreterin ist Sandra Kob.