Zum ersten Mal besucht eine Gruppe junger Erwachsener aus Tansania die Erzdiözese Bamberg. Im Rahmen des Austauschprogramms des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) besichtigen die Gäste aus der Diözese Rulenge-Ngara nicht nur Sehenswürdigkeiten wie den Bamberger Dom, sondern lernen bei Besuchen vor Ort, wie in Deutschland Kindergärten, Krankenhäuser oder landwirtschaftliche Betriebe geführt werden.
Der Landkreis Forchheim gab sein Wissen im Bereich Müllwirtschaft weiter. Daniel Strauß, Abfallberater des Landkreises Forchheim, führte die Gruppe über die Deponie Gosberg. Dabei erläuterte er das deutsche System der Mülltrennung und wie die Deponie inzwischen so abgesichert wurde, dass kein Sickerwasser aus dem Müll im Grundwasser landet. Die jungen Erwachsenen waren dabei besonders beeindruckt, dass aus den aus der Deponie austretenden Methangasen Strom gewonnen wird. In einer Stunde wird dabei so viel Energie gewonnen wie ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt am Tag verbraucht. Nur eins konnten sie nicht verstehen: Warum auf dem Wertstoffhof all die Kühlschränke und Fernseher entsorgt werden. Die könne man doch bestimmt noch reparieren. In Tansania könne sich fast niemand einen Kühlschrank oder einen Fernseher leisten.
Bei einem Besuch im Bischofshaus hatte Erzbischof Ludwig Schick die Gäste willkommen geheißen. Besonders positiv sei ihnen die Ordnung und Organisation der Deutschen aufgefallen. Das auf der Reise gewonnene Wissen wollen die Erwachsenen in ihrer Heimat weitergeben und so an einer besseren Zukunft arbeiten. red