Ekkehard Roepert

Forchheim — Parteilos wolle er nicht bleiben, sagt Günther Hammer nach seinem SPD-Austritt. Daher wird es wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis er sich der Forchheimer CSU anschließt. Im Stadtrat hat Hammer bereits die Seiten gewechselt und sitzt nun in der Stadtratsfraktion der CSU. Wie die Forchheimer Schwarzen in einer Pressemitteilung schreiben, habe die CSU-Stadtratsfraktion "erwartungsgemäß und einstimmig" beschlossen, Günther Hammer bei sich aufzunehmen. Er werde "weiterhin seine Aufgabe im Aufsichtsrat der Stadtwerke Forchheim sowie im städtischen Rechnungsprüfungsausschuss wahrnehmen, nun eben für die Christlich-Soziale Union".
"Wir waren erfreut und wunderten uns auch nicht völlig", kommentiert CSU-Fraktionschef Udo Schönfelder den Übertritt. Offenbar stimme die Chemie zwischen dem Apotheker und der CSU, scherzte Schönfelder am Mittwoch. Günther Hammer betont, dass er sich den Austritt aus der SPD nach 22 Jahren nicht leicht gemacht habe. "Über mehrere Jahre" sei die Entscheidung gereift. Zuletzt sei der Wechsel in die CSU-Fraktion auch "von der Furcht vor einem Linksruck" in der SPD motiviert gewesen. Hammer sagt, dass er sich in der SPD immer sehr wohl gefühlt, und dass er dort viele Freunde habe. Auch andere Fraktionen hätten um ihn geworben, erzählt der parteilose Stadtrat: "Das hat mich gefreut. Doch die CSU macht für mich momentan die nachvollziehbarste Politik", begründet Hammer seinen Wechsel.