Am 1. August ist der erste Teil der großen Bafög-Reform in Kraft getreten. Das bedeutet auch für Schüler und Studierende aus der Region deutlich bessere Möglichkeiten und ein Schritt auf dem Weg zu mehr Chancengleichheit im Bildungswesen. Das teilt die SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar, mit.

Auch sie habe einst nur dank Bafög studieren können. "Ohne die staatliche Unterstützung wäre ein Studium für mich und meine Eltern kaum zu finanzieren gewesen."

Die Leistungen verbessern sich ab dem Wintersemester 2019/2020 deutlich, erklärt Sabine Dittmar. Zudem würden in Zukunft wieder mehr Geförderte von den Leistungen profitieren. "Mit den neuen Regelungen ist das Bafög wieder eine echte Alternative zum Nebenjob und ermöglicht es den Geförderten, sich voll auf ihre Ausbildung zu konzentrieren." Sabine Dittmar legt den jungen Leuten ans Herz, den Bafög-Antrag unbedingt zu stellen.

In den letzten Jahren seien immer junge Leute in den Genuss der Unterstützung gekommen. Vor allem steigende Einkommen der Eltern hätten dazu geführt, dass junge Menschen keinen Anspruch mehr auf die Leistungen hatten. "Obwohl natürlich gleichzeitig auch die Lebenshaltungskosten gestiegen sind", stellt Sabine Dittmar fest.

In drei Stufen

Auch gestiegene Wohnkosten gerade in Hochschulstädten und die Tatsache, dass immer mehr Studierende Kinder erziehen, seien nicht berücksichtigt worden. Komplizierte Antragsverfahren oder die Angst vor Schulden hätten viele junge Menschen davon abgehalten, Bafög zu beantragen. Das sei jetzt alles verbessert worden.

Die Einkommensfreibeträge steigen in drei Stufen, wird in einem Schreiben an die Presse erklärt. Der Freibetrag für das eigene Vermögen von Auszubildenden steigt ebenfalls.

Dazu werden künftig jeweils zu Beginn des Schuljahres beziehungsweise des Wintersemesters die Bedarfssätze erhöht. Der Wohnzuschlag für Bafög-Geförderte, die nicht bei den Eltern wohnen, wird um 30 Prozent angehoben: Von derzeit 250 Euro auf 325 Euro. Auch der Bafög-Zuschlag zur Krankenversicherung berücksichtigt künftig die seit der letzten Anpassung gestiegenen Kosten. Außerdem erhalten Bafög-Empfangende, die Kinder erziehen oder Angehörige pflegen, bessere Leistungen.

Schuldenschnitt nach 20 Jahren

Um Verschuldensängsten entgegenzuwirken, gibt es nun einen Schuldenschnitt nach 20 Jahren, wenn der Kreditanteil nicht zurückgezahlt werden konnte. Insgesamt steigt der Förderhöchstsatz beim Bafög so von 735 Euro auf 861 Euro monatlich, heißt es in der Pressemitteilung. red