Eine innerhalb von zehn Jahren aufs Doppelte angewachsene Mitgliederzahl, ein reges Vereinsleben in den unterschiedlichsten Bereichen, aktive Jugendarbeit und Mitglieder, die ihrem Verein seit mehr als 60 Jahren die Treue gehalten haben: Es läuft gut für die Sektion Kulmbach im Deutschen Alpenverein.

Jugendleiter gesucht

So fiel auch die Bilanz, die Vorsitzende Annatina Müller bei der Hauptversammlung in der "Kommunbräu" zog, weitgehend positiv aus. Sowohl die Jugendgruppe als auch die Familiengruppe erfreuen sich ihren Worten zufolge guter Resonanz; allerdings werden in beiden Bereichen Ehrenamtliche gesucht, die auch weiterhin für die Betreuung sorgen. Festes Standbein des Vereins sei die Wandergruppe.

Annatina Müller dankte allen altgedienten und neuen Übungsleitern sowie den Betreuern der Kletterwand.

Die wurde auch im zurückliegenden Jahr wieder "umgeschraubt", das heißt, die Klettergriffe wurden gereinigt und zu neuen, umfangreicheren Routen montiert.

Investiert hat die Sektion Kulmbach auch in Material. So können nun von den Mitgliedern wieder komplette Skitouren-Sets ausgeliehen werden; es wurden Steigeisen und Eisschrauben angeschafft, für Winterwanderungen verfügt die Sektion jetzt über acht Paar Schneeschuhe.

Auch Schatzmeister Elmar Gehringer konnte erfreuliches berichten. Ihm zufolge hat der Verein mittlerweile 1422 Mitglieder, die mit ihren Beiträgen für ein solides Finanzpolster sorgen. Das wird der Verein allerdings auch brauchen, wenn mittelfristig die Kletterwand saniert werden muss.

Genehmigt hat die Hauptversammlung den Vorschlag des Vorstandes, künftig eine sogenannte unterjährige Aufnahme zu ermöglichen. Das heißt, wer nach dem 1. September des laufenden Jahres die Aufnahme in den Verein beantragt, zahlt nur noch einen reduzierten Beitrag.

Wie Wanderleiterin Marion Bär erläuterte, standen 2018 insgesamt 19 Wanderungen und eine Wanderwoche auf dem Programm - alle mit steigenden Teilnehmerzahlen.

Familienarbeit und Naturschutz

Familiengruppenleiter Mario Sterzer berichtete, dass einige der geplanten gemeinschaftlichen Unternehmungen zwar dem Wetter zum Opfer gefallen seien, dass aber die sonntäglichen Treffen an der Kletterwand sehr gut angenommen worden seien. Fritz Müller, der in der Sektion für den Bereich Naturschutz zuständig ist, berichtete von einer intensiven Zusammenarbeit mit dem Vogelschutz. Durch zeitweilige Felssperrungen wolle man erreichen, dass Uhus, Wanderfalken und andere gefährdete Arten ungestört ihrem Brutgeschäft nachgehen können. Gemeinsam mit der Stadt Weismain versuche man auch, eine Lösung für die wiederkehrenden Parkplatzprobleme im Kleinziegenfelder Tal zu finden. Katrin Geyer