Vereine, Institutionen und Privatpersonen, die im Münnerstädter Stadtgebiet irgendeine Form von Bewegung anbieten, sind aufgerufen, an einem Modellprojekt teilzunehmen. Zunächst sollen die Angebote gesammelt werden. Meldungen nimmt der Gemeindejugendpfleger René Felcht unter rene.felcht@projugend-kg.de oder Tel.: 0175/430 07 05 entgegen.

Der Landkreis Bad Kissingen ist eine von sechs Kreisen und Städten in Deutschland, der für die Förderung von Bewegung im Landkreis ausgewählt worden ist. Umgesetzt werden soll es in Wildflecken, Rannungen und Münnerstadt

"Im Rahmen des bundesweiten Projekts Kombine (KOMmunale Bewegungsförderung zur Implementierung der Nationalen Empfehlungen) sollen jetzt die 2016 entwickelten "Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung für Deutschland auf kommunaler Ebene umgesetzt werden", heißt es dazu aus dem Landratsamt.

Es geht bei Kombine um den Aufbau von kommunalen Strukturen für Bewegungsförderung, die wissenschaftlich fundiert, bedarfsorientiert und praxisnah sind. Dementsprechend sind auch in Bad Kissingen von Beginn an kommunale Akteure unter dem Vorsitz von Landrat Thomas Bold, Wissenschaftlern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Bürger am Projekt beteiligt. Durch die Einbeziehung von Menschen mit sozialer Benachteiligung leistet das Vorhaben einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit im Landkreis.

Ideen gesammelt

Dazu hat es bereits mehrere Treffen gegeben, an denen unter anderem Jutta Ort von der Caritas teilgenommen hat. Auch Bürgermeister Helmut Blank (CSU) und René Felcht von Pro Jugend waren dabei. Der Landkreis hatte Vertreter der Kommunalpolitik, Vereinsvertreter, Institutionen und auch Betroffene eingeladen. "Ich schau mir das mal an, warum nicht?", sagt Alexander Nöth, der durch eine Sehbehinderung eingeschränkt ist.

"Einige kommen gar nicht zu den Treffen, weil sie sich schlecht bewegen können", sagt Jutta Ort. Gedacht ist das Programm hauptsächlich für sozial benachteiligte Menschen.

Inzwischen sind verschiedene Arbeitsgruppen gebildet worden. Die nächsten Schritte sind definiert. Zunächst einmal geht es um eine Vernetzung zwischen Bedarf und Angebot. Dafür müssen die Beteiligten erst einmal wissen, was überhaupt angeboten wird, aber auch beispielsweise, an wen sich das Angebot richtet (Alter, Geschlecht etc.). Jutta Ort bittet darum, einfach alle Angebote zu melden. Als Beispiele nennt sie unter anderem die Angebote der Sportvereine, Bogenschießen, Garden, den Rhönklub mit seinen Wanderungen, die Landfrauen und vieles mehr.

Bürgerbus einsetzen

Die Überlegungen gehen aber schon weiter. Geprüft wird, ob der Bürgerbus eingesetzt werden kann, um Betroffene zu den Angeboten zu bringen. Eine Verkehrsberuhigung in der Stadt, damit Fahrradfahren attraktiver und ungefährlicher wird, wäre eine weitere Idee. Zunächst aber werden erst einmal die Bewegungsangebote gesammelt.